Klassiker-Verfilmung

Lupin auf Netflix: Diese Romanfigur verbirgt sich hinter Arsène Lupin

Kürzlich startete die dritte Staffel von Frankreichs Meisterdieb auf Netflix. Schauspieler Omar Sy ist als Assane Diop zurück. Die Serie beruht auf Büchern von 1907.

Die dritte Staffel des Netflix-Hits „Lupin“ ist seit Anfang Oktober abrufbar und gleich auf Platz 1 der Serien eingestiegen. Assane ist untergetaucht und muss damit fertigwerden, so weit von Frau und Sohn getrennt zu leben. Sie mussten seinetwegen so viel durchmachen. Schließlich hält es Assane nicht mehr aus und beschließt, nach Paris zurückzukehren, um ihnen einen verrückten Vorschlag zu machen: Frankreich den Rücken zu kehren und anderswo ein neues Leben zu beginnen. Doch die Geister der Vergangenheit lassen ihn nie wirklich los und eine unerwartete Rückkehr stellt all seine Pläne auf den Kopf. Welche Romanfigur steckt hinter Assane Diop?

Schauspieler Omar Sy in der Hauptrolle als Assan Diop in „Lupin“ auf Netflix. Die Serie basiert locker auf den Büchern von Maurice Leblanc aus dem Jahr 1907.

In nur wenigen Tagen nach ihrem Start im Januar 2021 überschritt die Netflix-Serie „Lupin“ die beeindruckende Marke von 90 Millionen Zuschauern. Damit übertraf sie in dieser Zeit erfolgreiche Serien wie „Bridgerton“ und „Das Damengambit, wie das Magazin stern berichtet. So gehöre die Serie mit Imar Sy, der mit „Ziemlich beste Freunde“ großen Erfolg feierte, zu den meistgestreamten ausländischen Inhalten auf dem Streamingdienst. Der charismatische Hauptdarsteller, aber auch das Setting in Paris und die Romanvorlage von Arsène Lupin machen aus der Verfilmung ein spannendes Erlebnis. Im Alter von 56 Jahren verstarb der „Lupin“-Schauspieler Adama Niane.

Arsène Lupin: Die Bücher auf Deutsch von Maurice Leblanc in der richtigen Reihenfolge

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Die zehn schönsten Buchhandlungen Europas: eine Übersicht
  • Arsène Lupin, der Gentleman-Einbrecher
  • Der blaue Diamant
  • Die hohle Nadel oder Die Konkurrenten des Arsène Lupin
  • 813
  • Der Kristallstöpsel
  • Das goldene Dreieck
  • Die Insel der dreißig Särge
  • Die geheimnisvolle Villa
  • Der Zahn des Tigers
  • Acht Glockenschläge
  • Die Gräfin von Cagliostro oder Die Jugend des Arsène Lupin
  • Die Damen mit den grünen Augen

Knappe zweieinhalb Jahre nach der letzten Folge der zweiten Staffel ist der neue Serieninhalt wieder auf den Bildschirmen zurück. Nun muss Meisterdieb und Gentleman-Gauner Assane Diop seinen Ruf wieder herstellen und seine Familie retten, die er nach der Rache an Hubert Pellegrini in der zweiten Staffel allein in Paris zurückließ.

Die Rückkehr von Assane Diop hatte er sich sicherlich leichter vorgestellt. Als auch noch seine Mutter entführt wird, die nur im Austausch einer von ihm entwendeten „schwarzen Perle“ freigelassen werden kann, hängt alles an einem seidenen Faden.

Originalbuch zu Lupin von 1907

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Kurz nach der Premiere der ersten Staffel von „Lupin“ wurde das Buch von Maurice Leblanc zu einem Verkaufshit. Vor allem in Italien, Spanien, USA, Großbritannien und Korea wurde es zu einem Bestseller, wie Netflix mitteilt. Dies ist besonders bemerkenswert, da das Originalbuch bereits 1907 geschrieben wurde. Innerhalb von zwei Wochen nach dem Serienstart wurden so viele Bücher verkauft, wie sonst nur in einem Jahr. Kurz vorher war das Buch unter den Top 5 auf Amazon zu finden.

In Frankreich kennt die Bücher von Maurice Leblanc jedes Kind, wie der SWR zu berichten weiß. Dort sind von ihm 18 Romane, 39 Novellen und fünf Theaterstücke zu bekommen, sowie mehrere Adaptionen für Film und Fernsehen. Leblanc hatte die Lupin-Romane zuerst als schnelle Geldquelle angesehen. Dies erinnert ein wenig an die Karriere von Lee Child, dessen Thriller um Jack Reacher auch entstanden sind, um Geld zu verdienen, nachdem Child seinen Job beim Fernsehen verloren hatte.

Autor von Lupin wird Schriftsteller

Doch Leblanc wird nicht Reeder, wie sein Vater, sondern Journalist und Schriftsteller. Während seiner Karriere hat er Kontakt zu Autoren wie Gustave Flaubert oder Guy de Maupassant, so der SWR. Sein Debütroam „Les Femmes“ (1893) wird ein Erfolg. Daran konnte er jedoch nicht so recht anknüpfen. Herausgeber Pierre Lafitte hätte ihn 1904 um einen Fortsetzungsroman gebeten, den Leblanc aus der Not heraus annimmt.

In Großbritannien waren die Kriminalgeschichten über Sherlock Holmes, aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle“, ein großer Erfolg. Diese wollte Leblanc in Frankreich unbedingt wiederholen. Laut SWR erscheint 1905 in einem Magazin Lupins erstes Abenteuer. „Die Verhaftung von Arsène Lupin“ wird zu einem Publikumserfolg.

Auch die Romanvorlage zur Serie „Bridgerton“ oder dem Thriller „Snabba Cash“ sind lesenswert.

Rubriklistenbild: © Emmanuel Guimier/dpa/Netflix/Belle Époque (Montage)

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