Neue Unterhaltung
Vier Romane, die den Herbst golden erscheinen lassen und im Oktober Spaß machen
Sich in den Lesesessel zurückziehen und einen unterhaltsamen Roman zur Hand nehmen. Diese vier Romane sind einen Blick im Herbst wert.
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Der Herbst hält im Oktober Einzug. Neben der Frankfurter Buchmesse mit vielen Highlights, gibt es zahlreiche Verleihungen von Buchpreisen, darunter den Deutschen Kinderbuchpreis, sowie zahlreiche neue Romane, die Sie unbedingt lesen sollten. Bei sinkenden Temperaturen und fallendem Laub verlängern die vier Romane, die wir Ihnen hier vorstellen, ein wenig die Sommerstimmung und lassen selbst an Regentagen die Sonne scheinen.
Nele Pollatschek „Kleine Probleme“
In ihrem humorvollen, bewegenden und philosophischen Roman beschreibt Nele Pollatschek das Wirrwarr des Lebens und den Wunsch nach Struktur, die Vorstellung von makellosen Kindern und fehlerhaften Eltern, von Liebe, den kleinen Details und großen Lebenswerken. Doch vor allem thematisiert sie die Herausforderung, das Leben nicht auf die lange Bank zu schieben. Für die Teilnehmer am „Literarischen Quartett“ das beste Buch seit langem.
31. Dezember. Steuererklärung, Wohnung putzen, Bett für die Tochter zusammenschrauben, Lebenswerk schreiben, mit dem Rauchen aufhören – eigentlich wollte Lars, neunundvierzigjähriger Vieldenker und angehender Schriftsteller, die Lücke zwischen den Jahren dafür nutzen, endlich alles zu erledigen, was in den letzten Dekaden so auf der Strecke geblieben ist. Das neue Jahr, so sein Plan, sollte in einem aufgeräumten Leben beginnen. Der Zeitpunkt dafür schien perfekt: Die Kinder waren im Auslandsjahr, die Frau unterwegs. Keiner da, der stören könnte.
Nele Pollatschek „Kleine Probleme“
2023 KiWi, ISBN-13 978-3-86971-240-6
Preis: gebunden 23 €, E-Book 17,99 €, 208 Seiten (abweichend vom Format)
Tom Hillenbrand „Die Erfindung des Lächelns“
Wie wäre es mit einem Besuch von Paris im Spätsommer der Belle Époque.
Als der Pariser Louvre am 22. August 1911 seine Pforten öffnet, fehlt im Salon Carré ein Gemälde: Leonardo da Vincis »Mona Lisa«. Sofort versetzt der Polizeipräfekt seine Männer in höchste Alarmbereitschaft, lässt Straßen, Bahnhöfe und sogar Häfen sperren. Doch es ist zu spät. La Joconde ist verschwunden. Juhel Lenoir von der Pariser Polizei soll es finden – und die Welt schaut ihm dabei zu …
Tom Hillenbrand „Die Erfindung des Lächelns“
2023 KiWi, ISBN-13 978-3-462-00328-4
Preis: gebunden 25 €, E-Book 19,99 €, 512 Seiten (abweichend vom Format)
Ultimative Bestseller: Die zehn meistverkauften Bücher weltweit




Paolo Giordano „Tasmanien“
„Tasmanien“ ist ein lebendiger Roman, der unsere gegenwärtige Zeit einfängt. Paolo Giordano schafft es, mit einem einfühlsamen und präzisen Blick auf die Themen unserer Welt – Glaube, Wissenschaft, Klima, Elternschaft und Liebe – uns die Suche nach einem Ort näherzubringen, an dem eine Zukunft möglich erscheint. Dabei schafft er etwas Einzigartiges: Er vermittelt uns das Gefühl, weniger einsam zu sein.
Tasmanien erzählt die Geschichte eines Mannes, der die Kontrolle über die Welt verloren hat und nun auf der Suche nach seiner, nach unserer Zukunft ist. Paolo ist Anfang vierzig und italienischer Journalist und Romancier. Seine Ehe hat einen kritischen Punkt erreicht, als seine Frau beschließt, die Versuche der künstlichen Befruchtung einzustellen, und die beiden sich vom Lebenstraum eines gemeinsamen Kindes verabschieden müssen. Um seiner eigenen Krise zu entkommen, bricht Paolo zur Klimakonferenz nach Paris auf, tauscht sich mit einem Wolkenforscher über klimatische Phänomene aus, mit einer Kriegsreporterin über internationalen Terrorismus – er reist in zahlreiche Städte und Länder, nur um nicht zu Hause zu sein. Doch wie soll er herausfinden, wie es mit ihm, mit allem weitergehen soll, wenn er sich der Welt immer wieder entzieht?
Paolo Giordano „Tasmanien“
Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner
2023 Suhrkamp, ISBN-13 978-3-518-43132-0
Preis: gebunden 25 €, 335 Seiten
Pia Volk „Deutschlands verschwundene Orte“
Pia Volk beleuchtet einfühlsam das Schicksal von dreißig ausgewählten Orten, die in der Versenkung unserer Landkarten verschwunden sind. Dabei gewährt sie uns faszinierende Einblicke in ein vergessenes Deutschland, das hier und da noch seine Spuren hinterlassen hat und unsere Neugier weckt. Kein Roman, aber ein Buch, das zum Schmökern trotzdem einlädt.
Unter der Oberfläche Deutschlands liegen die Reste unzähliger verschwundener Städte, Handelszentren, Dörfer und Industrieanlagen: ein versunkenes, unbekanntes Deutschland. Pia Volk hat sich auf die Suche nach diesen Orten gemacht. Sie erzählt von ihrer einstigen Bedeutung und ihrem Untergang und besichtigt in Wäldern, auf Feldern, im Watt oder in Asphaltwüsten die Überreste einstiger Größe. Ein kurzweiliger Atlas für alle, die schon immer ahnten, dass unter unseren Füßen eine versunkene Welt liegt.
Pia Volk „Deutschlands verschwundene Orte“
2023 C. H. Beck, ISBN-13 978-3-406-80628-5
Preis: Hardcover 24 €, E-Book 17,99 €, 286 Seiten (abweichend vom Format)
Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago/KiWi (Montage)
