Hohe Auszeichnung

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2023 geht an Salman Rushdie

Der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2023 ist der in Mumbai geborene Schriftsteller Salman Rushdie.

Der am 19. Juni 1947 in Bombay (heute Mumbai, Indien) geborene Sir Salman Ahmed Rushdie zählt zu den herausragenden Schriftstellern der zeitgenössischen englischsprachigen Literatur. Seine Werke, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden, vereinen häufig magischen Realismus mit historischer Fiktion. Sie behandeln Themen wie Verbindungen, Migration und kulturelle Unterschiede zwischen östlichen und westlichen Zivilisationen und spielen oft auf dem indischen Subkontinent. Neben Romanen verfasst Rushdie auch Kurzgeschichten, Reiseberichte, Essays und journalistische Beiträge.

Der bekannte Schriftsteller Salman Rushdie erhielt an seinem 76. Geburtstag den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. (Symbolfoto)

Salman Rushdie feierte am Tag der Verkündung seinen 76. Geburtstag und freute sich sehr über die Auszeichnung. Seinen Durchbruch erlangte er mit dem Buch „Mitternachtskinder“ (werblicher Link), das 1981 mit dem renommierten Booker Prize ausgezeichnet wurde. Er erzählt darin die Geschichte von der Loslösung Indiens vom Britischen Empire.

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Ich fühle mich sehr geehrt und bin dankbar für diese wichtige Auszeichnung. Ich kann der Jury nur für ihre Großzügigkeit danken. Ich weiß, wie bedeutsam dieser Preis ist, und ich bin ein wenig eingeschüchtert von der Liste der bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger, zu der sich mein Name nun gesellen wird. Ich freue mich wirklich sehr.

Salman Rushdie

Von 2004 bis 2006 hatte Salman Rushdie die Position des Präsidenten des PEN American Center inne und war daraufhin zehn Jahre lang Vorsitzender des PEN World Voices International Literary Festival. Sein literarisches Werk und sein soziales Engagement wurden mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewürdigt. Im Jahr 2007 wurde er von Queen Elizabeth II. zum Knight Bachelor erhoben und in den Ritterstand aufgenommen.

Salman Rushdie plant Buch über Attentat

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Salman Rushdie wurde kurz nach der Fertigstellung seines Romans „Victory City“ am 12. August 2022 bei einer Veranstaltung im Bundesstaat New York von einem Angreifer auf der Bühne niedergestochen und erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Obwohl Rushdie das Attentat überlebte, verlor er ein Auge und seine Schreibhand wurde dauerhaft beeinträchtigt. Die Veröffentlichung von „Victory City“ Anfang 2023, einer utopischen Geschichte, die Themen wie Machtmissbrauch und Liebe behandelt und von einem bemerkenswerten Aufstieg und Fall einer Stadt erzählt, erhielt durch den Angriff eine zusätzliche bedrückende Dimension, die in der heutigen Realität verankert ist.

Anfang Juni 2023 gab Salman Rushdie bekannt, dass er ein Buch über das Attentat, das auf ihn verübt wurde, schreiben möchte, so der Penguin Verlag.

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