Pannenverursacher

So schützen Sie Ihr Auto wirksam gegen Marder

Marder verursachen jährlich teure Schäden an Fahrzeugen.
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Marder verursachen jährlich teure Schäden an Fahrzeugen.

Von April bis Juli haben Marderschäden Hochkonjunktur. Es lohnt ein Blick unter die Motorhaube. Wie Sie Ihr Auto jetzt vor den lästigen Nagern schützen können.

Er scheint das Auto bzw. dessen Innereien einfach zum Fressen gern zu haben: der Marder. Besonders aktiv ist er in der Zeit zwischen April und Juli. Aber auch im Herbst treibt er gern in Motorräumen sein Unwesen. Hauptmotiv ist Eifersucht.

Denn in ihrer Paarungszeit verteidigen Marder ihr Revier rigoros gegen Rivalen. Riecht ein Marder, dass sich ein Konkurrent im eigenen Revier eingenistet hat, lässt er die Wut darüber an den Fahrzeugteilen aus.  

ADAC zählt 11.192 durch Marder verursachte Pannen 

Auf diese Weise verursachten die harmlos wirkenden Nager laut Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Jahr 2014 216.000 Schäden an kaskoversicherten Autos - und damit Kosten in Höhe von 64 Millionen Euro.  

Auch der ADAC hat stets mit Marderangriffen zu kämpfen: "Die ADAC Straßenwacht wurde 2016 zu 11.192 von Mardern verursachten Pannen gerufen, im Jahr 2015 waren es insgesamt 12.590. Gemessen an den etwa 2,4 Millionen Pannen, zu denen die Straßenwacht jedes Jahr ausrückt, entspricht das einem Anteil von 0,4 bis 0,5 Prozent", sagt ADAC-Experte Jan Schreier.

Vor allem Gummiteile wie Schläuche, Isolationsmaterial, Zündkabel und Stromleitungen fallen den Nagern zum Opfer.

Wie schütze ich mein Auto wirksam gegen Marder?

Der ADAC empfiehlt zum Schutz vor Marderpannen den Einsatz von Elektroschockgeräten. Ähnlich wie Weidezäune versetzen sie Eindringlingen leichte elektrische Schocks. Diese Ströme sind für Menschen ungefährlich. Doch weil diese Geräte über mehrere Hundert Volt Spannung verfügen, sollte den Einbau auf jeden Fall ein Fachmann übernehmen.

Ein weiterer Tipp des ADAC-Experten ist eine gründliche, fachgerechte Motorwäsche. Dadurch lassen sich Duftspuren und damit Beißattacken vermeiden. Manche Autohersteller bieten zudem Abschottungen des Motorraums an. Dadurch können Marder nicht an die Kabel gelangen.

Ein ganz einfaches Mittel gegen Marder: Stellen Sie Ihr Auto möglichst immer in der Garage ab, nicht im Freien.   

Kommt die Versicherung für Schäden auf?

Abhängig davon, ob Sie Ihr Auto teil- oder vollkaskoversichert haben, sind Sie auch gegen durch Marder verursachte Schäden geschützt. Je nach Tarif deckt die Versicherung aber nur direkte und keine Folgeschäden ab. Umfasst ein Tarif hingegen auch Folgeschäden, zahlt die Versicherung sogar dann, wenn ein Marder an einem Zündkabel herumknabbert und anschließend beispielsweise der Katalysator ausfällt.

Von Matthias Opfermann

50 Jahre ADAC-Notruf: Die skurrilsten Geschichten

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