Auf der CES

Bosch enthüllt ehrgeizigen Plan: Wasserstoffmotor soll noch 2024 kommen

Auf der CES hat Bosch einen Wasserstoffmotor angekündigt. Dieser hat viele Vorteile gegenüber der Brennstoffzelle. Es galt jedoch auch technische Probleme zu bewältigen.

Noch fahren unsere Autos hauptsächlich mit Diesel oder Benzin. Doch das wird sich in den kommenden Jahren ändern. Schon jetzt wird das Elektroauto immer wichtiger. Das Ziel von 15 Millionen Stromern bis 2030 dürfte durch den Wegfall der Umweltprämie jedoch schwer zu erreichen sein. Eine weitere Alternative für einen klimafreundlichen Antrieb ist Wasserstoff. An einem entsprechenden Motor arbeitet Bosch, wie man auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erklärt hat.

Neben dem automatischen Laden für Elektroautos dürfte das wohl eine der spannendsten Neuheiten sein, die der Zulieferer in Petto hatte. Auch wenn die Komponenten noch in Arbeit sind, will Bosch den Wasserstoffmotor noch 2024 auf den Markt bringen.

Wasserstoffmotor hat Vorteile gegenüber Brennstoffzelle: Weniger Gewicht und effizienter

Im Vergleich zur Brennstoffzelle, an der Bosch ebenfalls arbeitet, hat der Verbrennungsmotor einen großen Vorteil: Er wandelt den Wasserstoff direkt in Vortrieb um, ohne diesen erst in Strom umwandeln zu müssen. Das ist effizienter, wie auch die AutoBild erklärt.

Der Wasserstoffmotor soll noch 2024 in Produktion gehen.

Zudem spart der H2-Motor auch Gewicht ein. Der in der Brennstoffzelle erzeugte Strom muss nämlich in einer Batterie zwischengespeichert werden, ehe er das Fahrzeug antreibt. Bei dem Verbrennungsmotor wird lediglich ein Tank für den Wasserstoff benötigt. Ausgestoßen werden Wasserdampf und Stickoxide. „Mit grünem Wasserstoff betrieben, ist dieser Motor nahezu CO₂-neutral“, betont Bosch.

Wasserstoffmotor serienreif: Bosch löst technische Probleme

Kein Wunder also, dass auch Hyundai 2025 einen Wasserstoffmotor bringen will. Und auch Yamaha arbeitet an einem V8-Aggregat. Es gibt jedoch einige Schwierigkeiten, die überwunden werden müssen, wie AutoBild schreibt. So müssen die Kolben zusätzlich geschmiert werden.

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Anders als Diesel und Benzin greift Wasserstoff nämlich Schmieröle an und zerstört die Kohlenstoff-Makromoleküle. Es besitzt somit keine schmierenden Eigenschaften. Zudem ist Wasserstoff ein sehr reaktionsfreudiges Element und kann sich mit Materialien im Motorblock verbinden. Diese Probleme hat Bosch jedoch nach eigenen Angabe gelöst. Der Serienreife steht also nichts mehr im Wege.

Rubriklistenbild: © Bosch

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