Kino-Trend

Der Hype um „Barbenheimer“: Besonderes Highlight zum Kino-Start

Was steckt hinter dem Internet-Hype „Barbenheimer“? Klar ist: Die beiden Kinofilme „Barbie“ und „Oppenheimer“ treffen auf kreative Weise aufeinander.

Hamm - Barbie und Ken, das wohl bekannteste Puppenpaar der Welt, schaut aus einem Cabrio in die Ferne. Nicht weit vor ihnen ist ein Atompilz zu sehen - selbstredend in Pink. Motive dieser Art tauchen derzeit häufig in den sozialen Netzwerken auf. Kaum eine Timeline auf Facebook, Twitter oder Instagram, in der nicht irgendwann knallbunte Bilder auftauchen, die auf kreative Weise die beiden Kinofilme „Barbie“ und „Oppenheimer“ miteinander verbinden. Aber wieso packen derzeit so viele Künstler zwei so gegensätzliche Stoffe zusammen? Und warum versetzt der Begriff „Barbenheimer“ nicht nur Filmfans in Aufregung?

„Barbenheimer“ im Kino: Was das Internet-Phänomen zu bedeuten hat

Ein Teil der Antwort steckt bereits in der Frage: Gerade, weil beide Filme so extrem unterschiedlich sind, dienen sie unzähligen Hobby-Kreativköpfen als Herausforderung für sogenannte Mashups - also der Verbindung zweier komplett gegensätzlicher Stoffe in einem Werk. Der Grund, weshalb aktuell ausgerechnet „Barbie“ und „Oppenheimer“ auf so vielen Bildern zueinander finden, ist ebenfalls schnell gefunden: Beide Filme starten am selben Tag - in Deutschland am 20. Juli 2023.

Schon als die Filmstudios die Startdaten beider Filme vor längerer Zeit bekannt gegeben hatte, sorgte das bei Cineasten für manch einen Schmunzler. „Barbie“, eine satirische, schrille und knallbunte Komödie über die beliebte wie umstrittene Puppe, und „Oppenheimer“, eine düstere und schwere Geschichtsstunde von Regisseur Christopher Nolan über die Entstehung der Atombombe, sollten also gleichzeitig das Licht der Leinwand-Welt erblicken.

Je näher der gemeinsame Start der beiden Filme in den Kinos rückte, desto häufiger tauchten inoffizielle Filmplakate auf, die beide Filme zusammenwürfelten. Mal schaut Barbie auf mehrere Atompilze, dann wieder geht das makellose Gesicht der Puppe in das nachdenkliche Gesicht von J. Robert Oppenheimer über. Wunderbar gelingt es den besten Motiven, die Gegensätzlichkeit beider Filme, das durch und durch optimistisch Fröhliche auf der einen und das grenzenlos Pessismischte auf der anderen Seite, pointiert miteinander zu verweben. Auf vielen Bildern steht auch der Titel, den dieser zusammengewürfelte, nicht existente Crossover-Film mittlerweile erhalten hat: „Barbenheimer“.

Mehr als nur ein Insta-Trend: Kinos springen auf den „Barbenheimer“-Zug auf

Wie das eben so ist mit einem Internetphänomen, schwappt er kurz vor offiziellem „Barbie“- und „Oppenheimer“-Kinostart in die echte Welt über. Menschen tragen einfallsreiche „Barbenheimer“-Shirts und verabreden sich, am selben Tag im Kino beide Filme hintereinander zu schauen.

Und auch offiziell springen einige Kinos - auch in Deutschland - auf den „Barbenheimer“-Zug auf. Viele Lichtspielhäuser in NRW, beispielsweise das Cineplex in Münster, bieten als Event offizielle „Barbenheimer“ Doppelvorstellungen an. „Barbenheimer“ ist somit ein Social-Media-Trend, der viel Positives bewirkt. Kreative werden künstlerisch herausgefordert, wie zwei heiß erwartete Sommerfilme auf einem Bild zusammengemischt werden können. Filmfans haben viel Spaß, sich die Werke anzuschauen. Und die Kinos profitieren, weil auf diese Weise natürlich ein ganz eigener Werbeeffekt entsteht.

Somit ist der Trend bei weitem nicht vergleichbar mit dem Tiktok-Trend, der Anfang 2023 um den Film „Creed 3“ entstanden ist und für verwüstete Kinosäle gesorgt hat. Damals hatte eine Kinokette die Altersfreigabe des Films aus diesem Grund auf „ab 18 Jahren“ angehoben.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Universal Pictures | Melinda Sue Gordon

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