Kunstprojekt im Lippepark zerstört
HAMM - Die Enttäuschung beim Künstler Helmut Berger, den Schülern der Michael-Ende-Schule und der Stadt ist groß: Keine zehn Monate nach der Einweihung des Kunstprojekts auf dem Schacht-Franz-Gelände, bei dem eine Seilfahrt nach über Tage gebracht wurde, sind zwei der insgesamt sieben Stationen weitgehend zerstört worden.
Betroffen sind der Einstieg (Station 1) und der Ausstieg (Station 7). Hier wurden mittlerweile die sechs Schautafeln, auf denen großformatige Fotos von der Arbeitswelt der Bergleute zu sehen waren, entfernt. Bereits im Frühjahr hatten Unbekannte mit „brachialer Gewalt“ die Plexiglasscheibe eines Kunstwerks eingeschlagen, so dass dieses demontiert werden musste.
Wie Stadt und Künstler auf Anfrage berichteten, seien danach die Scheiben auch der anderen Schautafeln nach und nach zerstört worden. Ihnen sei nichts anderes übrig geblieben, als die Kunstwerke
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Michael Schlösser
Online-Redaktion
abzubauen, so die Verwaltungsmitarbeiterinnen Sonja Ewert und Katja Meusel. Dabei hatten sich Stadt, Künstler und Schule für ein widerstandsfähiges Material entschieden, das nicht „mal so eben im Vorbeigehen“ zerstört werden kann.
Es sei offensichtlich gezielt mit einem spitzen Gegenstand oder Werkzeug bearbeitet worden, mutmaßte Meusel. Daraufhin sei das Plexiglas gerissen, an einigen Stellen sogar ganz zerborsten und heruntergefallen. „Dies alles ist sehr bedauerlich.“ Dadurch leide nicht nur das Image des „Lippeparks“, sondern des gesamten Stadtbezirks Herringen.
Die Stadt habe Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Allerdings dürfte es sehr schwer werden, den oder die Täter zu fassen und zur Rechenschaft zu ziehen. Zeugen, die etwas gehört oder gesehen haben, könnten sich aber mit der Stadt oder der Polizei in Verbindung setzen.
Gemeinsam mit Helmut Berger arbeitet die Stadt derzeit an einer Alternative zu den Bergbaufotos hinter Plexiglas. Eine davon könnten nach Aussage von Helmut Berger Stahlplatten mit Bergbaumotiven sein, die eingebrannt werden. Voraussichtlich nach den Ferien wolle man eine Lösung präsentieren, sagte Berger. Gleiches gilt übrigens für die Seilstücke, die in den Boden gelassen wurden und die sich hinter Panzerglas befinden. Auch dieses wurde gewaltsam zerstört.