Kneipen-Sterben auf der Meile
Zukunft des "Tüt-Ei" nach 2016 ungewiss
Hamm - Ist auch das „Tüt-Ei“ bald Geschichte? Für Horst Brinkrolf, seit über 21 Jahren Betreiber der Gastronomie auf der Meile, ist ungewiss, ob er nach Vertragsende am 31. Dezember 2016 weitermacht. Doch bis dahin geht es definitiv weiter.
Thekengesprächen, er höre schon früher auf, widerspricht er allerdings ausdrücklich und unterverpachten werde er auch nicht.
Brinkrolf kann die Einschätzung seines Kollegen Karsten Plaß zur Entwicklung der Gastronomie in Hamm und speziell auf der Südstraße gut nachvollziehen. „Pirates“-Wirt Plaß schließt nach diesem Wochenende das „St. Louis“, das er als dritte Gastronomie erst vor zehn Monaten eröffnet hatte (wir berichteten).
Die Gründe: fehlende Kaufkraft in Hamm, mangelnde Kundschaft, Nichtraucherschutzgesetz. „Wir verlieren 15 bis 20 Prozent an Einnahmen durch das Nichtraucherschutzgesetz“, rechnet Brinkrolf vor.
„Früher habe ich um 20 Uhr aufgemacht und um 21 Uhr wieder zu – weil es zu voll war. Heute lohnt es sich an bestimmten Tagen fast gar nicht mehr, überhaupt aufzumachen. Es sind keine Gäste da.“ Die Leute hätten weniger Geld im Portemonnaie, der Abwärtstrend sei in den vergangenen Jahren deutlich spürbar.