House-Festival "Welcome to my Garden" vor Premiere

Ein Hauch von „Tomorrowland“ im Hammer Kurhausgarten

Tomorrowland 2018
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Stimmung wie hier beim "Tomorrowland" 2018 - das ist der große Wunsch für das erste "Welcome-to-my-Garden"-Festival in Hamm.

Hamm - Julian Sokolowski ist 28 und ein echter "Hammer Junge". Als DJ ist er JUF-X und in der Szene eine echte Nummer. Am 10. August will er zeigen, dass Hamm viel mehr ist als langweilig. Sein Projekt heißt "Welcome to my Garden" und soll hinterm Kurhaus bis zu 1800 Besucher begeistern.

Wenn Julian Sokolowski erzählt, leuchten seine Augen und die Worte sprudeln aus ihm heraus. "Hamm eine Studentenstadt? Nichts hat sich verändert!", beklagt er zwar - versprüht im nächsten Moment aber Hoffnung, Begeisterung und vor allem Veränderungswillen: "Wir wollen etwas aufziehen mit Zukunft. Das Potenzial in Hamm und der Umgebung ist doch da. Es gibt so viel Brachland mit Potenzial zwischen Dortmund und Münster. Kaum jemand muss länger als 20 Minuten anreisen..."

Die Besucher in eine "Story" holen

Auf dem gebuchten Areal, das etwa ein Drittel so groß ist wie das Kurparkfest, soll es im Umfeld einer stimmungsvollen Dekoration Musik von acht Szene-angesagten DJs und eine Chill-Out-Area geben plus Food-Oase, CO2-Dampf-Action und vor allem "hundert Prozent Festivalfeeling". Nicht aber Bierwagen und Bratwurstbuden wie beim Kurpark- oder Schützenfest.

Sokolowski möchte die Besucher in eine "Story" holen: Wohlfühlen ist die Devise. Aufgelegt würde zwar "elektronische Musik in all ihren Facetten", doch müsse man nicht unbedingt Fan davon sein, um sich bei dem Festival wohl zu fühlen.

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Vorbilder "Parookaville" und "Tomorrowland"

All das erinnert nicht von ungefähr an "Parookaville" und "Tomorrowland": Die riesigen Festivals im Rheinland und Belgien gelten seit Jahren als das Nonplusultra für Fans elektronischer Musik. Sokolowski sieht natürlich den Vorbildcharakter, glaubt im Kurpark aber auch ein Alleinstellungsmerkmal zu haben. Überhaupt hätte er das Festival nirgends sonst machen wollen als in seiner Heimatstadt. "Ich will den Leuten etwas bieten, was sie hier nicht erwarten!"

Das Risiko sei ihm sehr wohl bewusst, sagt Sokolowski - aber ohne Risiko gehe es eben nicht. Aber er ist sich sicher, dass es funktionieren wird.

Unterstützung und Zuspruch

Das mag abgehoben klingen, vor allem für einen Einzelkämpfer. Doch der junge Mann, der in Hamm seit drei Jahren "Welcome-to-my-House"-Events veranstaltet (Infos weiter unten), hat ein Gesamtkonzept mit Hand und Fuß und Köpfchen gebaut. Mit allen relevanten Entscheidungsträgern - zum Beispiel dem Ordnungsamt - stehe er stetig im Austausch. Und erfährt dabei nicht nur viel Unterstützung, sondern auch viel Zuspruch

Fast alles von Inhalt bis Sicherheit läuft dabei durch Sokolowskis Hände, nur bei der Sponsoren-Akquise und bei der Gastronomie setzt er auf Hilfe. Den technischen Part lässt er von er Hammer Firma DLS-Showtechnik erledigen. Und tatsächlich: Bis auf wenige Programmpunkte ist bereits alles in trockenen Tüchern. Nun gelte es, die Welt von der Premiere wissen zu lassen.

Hauptsache nicht direkt anecken

Weil er sein Festival gern zu einem jährlichen Event etablieren würde, will (und muss) der unerschütterlich optimistische Sokolowski beim ersten Mal gleich alles richtig machen. Dazu gehört übrigens auch die Wahrnehmung im näheren Umfeld. Um nicht direkt anzuecken, wird um 23 Uhr Schluss sein.

JUF-X als Julian Sokolowski macht Stimmung in seinem Heimat-Club "Podium".

Bei aller Strahlkraft bezeichnet sich Sokolowski übrigens nicht als extrovertiert. Für ihn zähle einfach die Musik: "Wenn die Leute einen guten Abend haben, dann habe ich das auch."

Das Festival bei Facebook (hier klicken)

Das ist JUF-X alias Julian Sokolowski:

Außerhalb des Alltags definiert sich Julian Sokolowski (28) über seinen DJ-Namen JUF-X. Als solcher veranstaltet er seit rund drei Jahren regelmäßig die so genannten "Welcome-to-my-House"-Partys im Podium auf der Hammer Meile. Zwischen 70 und 80 Mal hat er dort bereits aufgelegt. Bis zu 300 Besucher feiern dann dort zur Musik von JUF-X und anderer (oftmals externer) Top-DJs - damit ist der Club oft rappelvoll. Längst habe die Serie eine eigene Dynamik bekommen, sagt Sokolowski und ergänzt stolz, dass der Radiosender 1Live aus eigener Initiative Werbung für seine House-Partys mache.

Julian Sokolowski hält sich nicht für extrovertiert.

Aufgewachsen ist Julian Sokolowski in Lohauserholz. Sein Wunsch-Studium zum Sozialarbeiter hat er bei der SRH machen können, finanziert durch DJ-Jobs und Arbeit in einem Heim für geistig behinderte Menschen. Im Oktober 2018 zog er zu seiner Freundin nach Essen. Von dort pendelt der 28-Jährige täglich nach Dortmund, dort arbeitet der ausgebildete Erzieher als Bildungsreferent bei der Lebenshilfe.

Den perfekten Ausgleich zum Alltag findet Sokolowski seit nunmehr fünf Jahren beim Auflegen. Und zwar auch außerhalb Hamms mit so viel Erfolg, dass er sich die Jobs längst aussuchen kann.

Ticket-Infos:

Tickets gibt es im Vorverkauf über den Anbieter Ticketpay (hier klicken) sowie vor Ort hier: Podium (Südstraße), Enchilada, Wasserski Hamm, LVM-Versicherungsbüro Kollas und Kurhaus (Vinothek).

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