Vorbereitung auf Kommunalwahl im September
Pro Hamm schickt Dr. Cevdet Gürle als OB-Kandidat ins Rennen
Hamm - Die Wählergruppe Pro Hamm ist zwar bislang eine kleine Partei, aber wird am 13. September mit einem eigenen Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl antreten. Dr. Cevdet Gürle, Vorsitzender und Sprecher der Ratsgruppe Pro Hamm, will sich nach 2014 noch einmal aufstellen lassen.
Die Wählergruppe hatte bereits zum neuen Jahr angekündigt, zur Kommunalwahl im September mit einem eigenen Oberbürgermeister-Kandidaten anzutreten. Dr. Cevdet Gürle wirft seinen Hut ins Rennen, verkündete Pro Hamm am Donnerstag in einer Mitteilung. Er werde sich den Mitgliedern der Wählergruppe auf der für Ende April angesetzten Versammlung zur Wahl stellen.
"Für den ersten Schritt ist das ein schönes Ergebnis", kommentierte Gürle im Jahr 2014 das Ergebnis der Kommunalwahl. Er war erstmals als Oberbürgermeister-Kandidat angetreten und bekam 1.860 Stimmen beziehungsweise 2,7 Prozent. Die Wählergruppe war mit 1.935 Stimmen (2,8 Prozent) "von null auf zwei Sitze" in den Rat gekommen. Das Ergebnis will Pro Hamm toppen.
Seit 2009 Mandatsträger
Der 42-jährige Cevdet Gürle ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist in Werne geboren, aber seit seinem dritten Lebensjahr in Hamm zu Hause. Sein Politik- und Geschichte-Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster schloss er 2015 mit der Promotion in Politikwissenschaft ab. Er verließ die Universität und ist seitdem Lehrer im Schuldienst.
Seit 2009 ist er Mandatsträger in der Bezirksvertretung Herringen - damals noch für Pro Herringen - und gründete mit seinem Co-Vorsitzenden Theo Damberg 2013 Pro Hamm. Für die Wählergruppe sitzt er seit 2014 im Stadtrat und ist ihr Sprecher.
Bekämpfung sozialer Ungleichheiten
"Demokratie lebt von Vielfalt und Auswahl, und die Wählergruppe Pro Hamm bietet den Bürgerinnen und Bürgern in Hamm das Angebot einer weltoffenen, kritischen und unabhängigen Politik an“, meint Gürle. Er spricht von vielen Herausforderungen, die 2020 und in den Folgejahren angepackt werden müssen: die Bekämpfung sozialer Ungleichheiten, der Abbau des Bildungsgefälles und die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung.