So funktioniert die Benefiz-Aktion des WA
Aktion „Menschen in Not“: Helft uns bitte wieder helfen!
Seit 1994 ruft der Westfälische Anzeiger (WA) in Hamm in der Zeit vor Weihnachten zu Spenden für seine Aktion „Menschen in Not“ auf. Jetzt wird es wieder an der Zeit, auf unsere Aktion aufmerksam zu machen.
Hamm - Unter dem Motto „Helft uns helfen“ bittet der WA um Spenden für sozial benachteiligte Bürger und Familien dieser Stadt. Das sind nicht wenige: 24.000 Menschen beziehen in Hamm derzeit Sozialleistungen, darunter knapp 7000 Kinder und Jugendliche unter 18. Für sie und andere sozial benachteiligte Bürger gibt es die WA-Aktion „Menschen in Not“. Das soziale Netz in der Stadt Hamm ist recht dicht gewebt, trotzdem gibt es immer wieder Fälle, in der staatliche Hilfe nicht möglich ist. Für sie ist „Menschen in Not“ gedacht.
Seit dem Bestehen von der Aktion gelten dieselben Regeln: Jeder Spenden-Cent kommt an, Verwaltungsausgaben fallen dank der unbürokratischen Struktur von „Menschen in Not“ nicht an. Dabei bleibt das Geld in dieser Stadt.
Wie kann ich helfen?
Am einfachsten durch eine Spende auf eins der beiden Spendenkonten, die die Sparkasse Hamm und die Dortmunder Volksbank gebührenfrei dem Westfälischen Anzeiger zur Verfügung stellen. Empfänger: Menschen in Not.
Spendenkonten
Unterstützen Sie die Benefiz-Aktion unserer Zeitung. Unsere Spendenkonten:
Sparkasse Hamm: IBAN DE17 4105 0095 0000 4904 90
Volksbank Hamm: IBAN DE07 4416 0014 0001 3303 01
Bekomme ich eine Spendenquittung?
Ja, allerdings „nicht automatisch“. Aus gutem Grund: Für Spenden bis einschließlich 200 Euro reicht dem Finanzamt nämlich der Kontoauszug als Beleg. Wer dennoch eine Spendenquittung haben will, muss bei der Überweisung diesen Wunsch sowie den Namen und die Anschrift vermerken. Wer mehr als 200 Euro spendet, erhält automatisch eine Spendenbescheinigung. Auch hier bitte Name und Anschrift aufschreiben. Ausgestellt werden die Bescheinigungen durch die Stadt Hamm.
Wie berichtet der WA über Spenden?
Wie in den Vorjahren berichten wir über Aktionen zugunsten „Menschen in Not“ mittels Text und Foto. Auch Spendenübergaben können als Bild im Lokalteil erscheinen. Ansprechpartner hierfür ist WA-Redakteur Andreas Wartala unter der Telefonnummer 105-324. Zudem listen wir die Eingänge auf den beiden Spendenkonten auf. Wer seinen Namen nicht in der Zeitung veröffentlicht haben will, muss dann bitte „Nein“ auf die Überweisung schreiben.
Wer kann Spenden erhalten?
1994 rief der Westfälische Anzeiger seine lokale Spendenaktion ins Leben – ausschließlich für sozial schwache Bürger und Familien aus Hamm. Anspruch auf Hilfe haben nur Hammer Bürger, die als Einkommen Arbeitslosengeld I, Hartz IV, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter Erwerbsunfähigkeit haben. Ist jemand in Arbeit und liegt mit seinem Einkommen etwas über dem vorgenannten Leistungssatz, erfolgt eine individuelle Prüfung.
Wie erhält man Hilfe?
Anträge (formlos reicht aus) können für sich selbst oder andere Menschen sowohl Einzelpersonen als auch Vereine, Verbände und Einrichtungen stellen. Aufgerufen sind all jene, die mit der „Zielgruppe“ unserer Aktion zu tun haben, also beispielsweise Mitarbeiter im sozialen Bereich, aber auch Schulen, Wohlfahrtsverbände und Ämter oder Menschen, die von der Not anderer erfahren haben. Anträge beziehungsweise Anfragen können das ganze Jahr über gestellt werden bei den Mitarbeitern des Sozialamtes Frank Schulte (Telefon 176600) und Yvonne Merschjohann (Telefon 176677).
In welcher Form wird geholfen?
Bargeld wird nicht ausgezahlt. Stattdessen ermöglicht „Menschen in Not“ zum Beispiel die individuelle Förderung von Kindern, ein neues Bett für eine Seniorin, ein Fahrrad für das Kind, einen Kühlschrank für die alleinerziehende Mutter oder den Ausflug für eine Familie oder Gruppe. Zudem besteht die Möglichkeit, dass soziale Projekte und Einrichtungen, die mit und für unsere Zielgruppe arbeiten, finanziell unterstützt werden.
Wie kommt die Hilfe an der richtigen Stelle an?
Seit dem Bestehen von „Menschen in Not“ gilt: Jeder Spenden-Cent kommt an, Verwaltungsausgaben fallen dank der unbürokratischen Struktur von „Menschen in Not“ keine an. Frank Schulte, Leiter des Amtes für Soziales, Wohnen und Pflege, und seine Kollegin Yvonne Merschjohann sind als Partner der Aktion ehrenamtlich und vertraulich im Einsatz. In Absprache mit dem WA entscheiden sie über die Hilfen. In diesem und im kommenden Jahr wollen die Organisatoren bei der Vergabe zudem die Maßstäbe größer Anlegen, damit auch Familien, die von der Corona-Pandemie betroffen sind und eigentlich nicht ins Förder-Raster passen, in den Genuss von Hilfen kommen. Das heißt aber nicht, dass Fördersummen ohne glaubhafte Anträge und eine entsprechende Prüfung ausgegeben werden.