KMT-Umbau mit Folgen
Viel Neues an der Fährstraße geplant - auch Tempo 30
Etwa 15.000 Fahrzeuge rauschen jeden Tag über die Fährstraße, sie ist damit eine der meistbefahrenen Straßen in Hamm. Nun soll die Straße zwischen der Kreuzung zur Ostenallee und den Lippebrücken umgebaut werden.
Hamm – Geplant sind im südlichen Abschnitt der Fährstraße zwei neue Spuren für Linksabbieger, eine Fußgängerampel, ein neues Parkkonzept und Tempo 30. Der Stadtentwicklungsausschuss hat das jetzt einstimmig beschlossen. Grund dafür ist die Erweiterung der Klinik für manuelle Therapie (KMT), die an dem Standort neu baut. Eine Übersicht:
Neue Parkplätze
Etwa 20 Stellplätze gibt es aktuell entlang der Ostseite der Fährstraße. Wer dort einmal geparkt hat, weiß: Das Ausparken kann kompliziert sein, weil von hinten mit Tempo 50 herannahende Fahrzeuge erst spät zu sehen sind, weil Bäume und Fußgänger den Blick versperren.
Diese Parkplätze sollen künftig entfallen. Stattdessen entstehen zwei neue Parkflächen: eine Tiefgarage unter der KMT und ein Parkplatz auf der Westseite der Fährstraße. Bis vor kurzem gab es dort den Reitverein, der den Betrieb eingestellt hat. Auf einem Teil der Fläche soll nun ein Parkplatz entstehen.
Die Einfahrt zum neuen Parkplatz auf der Fläche der Reitanlage ist dort, wo es aktuell schon zum Alten Fährhaus geht. Wer den Parkplatz verlassen will, soll dann auf einer Einbahnstraße am Fährhaus vorbeifahren, die Ausfahrt liegt dem Neubau der KMT gegenüber.
Parken für jedermann
Diese neuen Parkmöglichkeiten sollen Besuchern des Kurparks und den Besuchern der KMT gleichermaßen zur Verfügung stehen. Zusätzlich soll es direkt an der KMT Parkplätze geben, die für die Besucher der Klinik gedacht sind.
Stand jetzt soll das Parken auf dem neuen Parkplatz an der ehemaligen Reitanlage kostenfrei sein, sagt Karl Ehrmann, Geschäftsführer der KMT. Insgesamt sind laut Ehrmann in dem Bereich etwa 150 Parkplätze geplant.
Fußgängerampel
Die Fährstraße durchschneidet den Kurpark aktuell in einen westlichen und östlichen Teil. Das wird sich zwar auch in Zukunft nicht ändern, allerdings sollen es Fußgänger und Radfahrer künftig leichter haben, über die Straße zu kommen: per Fußgängerampel vor dem Neubau der KMT.
Die Ampel ist teilsignalisiert, also nicht immer an. Sie soll dann in Betrieb sein, wenn Fußgänger sie brauchen – oder, um die Ausfahrt aus der geplanten Tiefgarage der KMT zu regeln.
Tempolimit
Für den Fährstraßen-Abschnitt im Kurpark soll es gleichzeitig eine Geschwindigkeitsreduzierung von 30 Kilometer pro Stunde geben.
Fußwege
Wer die Fußwege auf der Ostseite der Klinik nutzt, braucht aktuell gutes Schuhwerk. Gerade in Herbst und Winter gleichen sie eher Matsch als Weg, teilweise sind sie nicht vorhanden. Auch das ist anders geplant, es soll einen gepflasterten Fußweg geben. Dieser soll zum geplanten neuen Parkplatz und zur Fußgängerampel führen.
Fallen Bäume?
Insgesamt sollen für die Baumaßnahme drei Bäume gefällt werden. Zwei davon sind der Stadt zufolge in einem schlechten Zustand. Außerdem werden kleinere Gehölze, die noch nicht als Bäume gelten, gefällt. Dafür sollen elf neue Bäume gepflanzt werden.
Fläche Reitanlage
Der Parkplatz wird nur auf einem Teil der ehemaligen Reitanlage entstehen. Der Rest der 16.000 Quadratmeter großen Fläche geht an den Kurpark. Wie genau er gestaltet wird, steht nicht fest, laut Verwaltung soll die Fläche mit einfachen Mitteln ansprechend und funktional gestalten werden. Die Verwaltung will dem Stadtentwicklungsausschuss bald einen Vorschlag machen.
Kosten und Zeiten
Wann genau die Fährstraße umgebaut wird, steht nicht fest. Die Klinik plant, ihren Neubau ab Frühjahr zu errichten – dann sollte der Umbau der Fährstraße idealerweise fertig sein. Doch klappt das? „Das ist nicht unmöglich, aber sehr sportlich“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster. Sobald man Näheres wisse, werde dies bekannt gegeben. Es steht auch nicht fest, wie lange der Umbau dauert und ob die Fährstraße dafür gesperrt werden muss.
Kosten soll die Maßnahme knapp eine halbe Million Euro. Etwa ein Viertel davon zahlt die Klinik für manuelle Therapie.