Zechengelände
Vandalismus „live“: Jugendliche randalieren auf Heinrich Robert - Creativrevier sucht mit Video nach Tätern
Eine Gruppe aus Jugendlichen hat am Montagabend im Creativrevier Heinrich Robert blinde Zerstörungswut walten lassen - dabei sind sie gefilmt worden.
Pelkum/Herringen - Die nach Polizeiangaben insgesamt fünf Jugendlichen verschafften sich in der Zeit zwischen 18 und 19.30 Uhr gewaltsam Zugang zu dem Gelände der ehemaligen Zeche. Sie waren auf vier Motorrollern unterwegs.
Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera ist deutlich zu erkennen, dass die sehr wahrscheinlich männlichen Täter über das Areal kurvten und an mehreren Stellen abstiegen und mutwillig einige Scheiben - unter anderem am Pförtnerhaus und einer Werkstatt - zerstörten. Auch an der Schrankenanlage machten sie sich nach Angaben der Eigentümer zu schaffen.
Creativrevier-Verantwortliche sehen Einbruch „live“
Die Übertragung der Überwachungskameras konnten sie „live“ auf dem Handy verfolgen und alarmierten daher umgehend die Polizei - und machten sich auch selbst auf den Weg zum Creativrevier. Als sie eintrafen, hatten sich die jungen Vandalen allerdings schon aus dem Staub gemacht.
Um die Einbrecher zu finden, posteten die Verantwortlichen Ausschnitte aus der Videoaufzeichnung auf ihrer Facebook-Seite (hier klicken für das Video!). Neben den vier Rollern der Eindringlinge ist in mehreren Teilsequenzen auch ein auffälliges silber-graues Auto zu erkennen, dass vor der geschlossenen Schrankenanlage des Geländes abgestellt ist, in anderen Sequenzen vom gleichen Ort aber nicht zu sehen ist.
Inwieweit dieses Fahrzeug ebenfalls zur Tätergruppe gehört oder mögliche Zeugen vor Ort waren, konnte ein Polizeisprecher auf Nachfrage noch nicht einordnen. Die Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung laufen noch.
Video bereits über 13.500 Mal geklickt
Auf das Video in den sozialen Netzwerken gab es bereits etliche, teils heftige Reaktionen - vorrangig von Anwohnern aus Pelkum und Herringen. Auch einige konkrete Hinweise wurden in den Kommentaren abgegeben und an die Verantwortlichen des Creativreviers und der Polizei weitergeleitet. Bis zum frühen Dienstagvormittag war das Überwachungsvideo bereits 13.554 angeklickt und über 315 Mal geteilt worden.
Der Sachschaden wird auf etwa 400 Euro geschätzt.