Unterwegs im Lippepark: RVR-Regionaldirektorin informiert sich vor Ort über Pläne

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Klaus Alewelt, Karola Geiß-Netthöfel, Marc Herter und Monika Simshäuser (von links) waren im Lippepark.

HAMM-WESTEN - Der Lippepark im Hammer Westen entwickelt sich stetig fort. Damit das so bleibt, hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Marc Herter, die Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), Karola Geiß-Netthöfel, nach Hamm eingeladen.

Gemeinsam mit Bezirksvorsteher Klaus Alewelt und Bürgermeisterin Monika Simshäuser, die auch Vorsitzende des Kultur- und Sportausschusses des RVR ist, informierte Herter über das bereits Erreichte sowie über weitere Planungen.

Als Eigentümer der Kissinger Höhe ist der RVR schon seit Langem in den Lippepark involviert. Zudem ist der RVR für einen Regionalplan zur Flächenentwicklung im Ruhrgebiet zuständig. Hierzu gehört auch die Planung zur Nutzung von Brachflächen und problematischen Geländen.

Monika Simshäuser unterstrich bei dieser Gelegenheit noch einmal das großartige bürgerliche Engagement am Lippepark. Der Park sei so vielfältig geworden, wie die Menschen in Hamm, so Simshäuser. Die Bürger so intensiv in die Planungen einzubeziehen, sei auf jeden Fall richtig gewesen und ein Vorbild für andere Städte. Herter und Simshäuser verwiesen jedoch auch auf Probleme, die es noch zu lösen gelte. Hierzu gehöre unter anderem die Finanzierung eines doppelten Brückenschlags über Lippe und Kanal. Während auf Herringer Seite derzeit ein großzügiges Freizeit- und Sportangebot entstünde, solle auf dem Gelände des ehemaligen Schachtes Radbod eine eher stillere Fläche entstehen, die das Naturschutzgebiet mit einbeziehe. Um eine Verbindung beider Teile des Parks zu ermöglichen, sei der Bau der Brücken unabdingbar, so Herter. Gemeinsam mit dem RVR und anderen Beteiligten wolle man sich daher intensiv um Landesmittel zum Bau bemühen. Dies diene auch dem Naturschutz, da Radfahrer und Fußgänger so auf den Wegen gehalten und sich nicht eigenständig Aussichtspunkte suchen würden. Ein weiterer Vorteil wäre die Anbindung des Kulturreviers Radbod mit seinen gastronomischen Einrichtungen, die den gesamten Park weiter aufwerten würden.

Auch der Erhalt und die Weiterentwicklung von Industriebauten wurden thematisiert. Besonders die schwierige Nutzung des ehemaligen Kokerei-Geländes wurde angesprochen. Aber auch eine Nachnutzung des Lichthofs der Zeche Heinrich-Robert und anderer dort angesiedelter Anlagen lagen Simshäuser und Herter am Herzen. Da die Gebäude derzeit noch in Nutzung seien, könnten mögliche Interessenten die Räumlichkeiten in einem guten Zustand übernehmen.

Karola Geiß-Netthöfel zeigte sich bei der Besichtigung des Geländes von dem Erreichten beeindruckt. Konkrete Zusagen für die Finanzierung der Brücken oder der Nachnutzung der angesprochenen Gelände konnte sie nicht geben. - ck

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