Bis zu 80 Plätze für Flüchtlinge als "Reserve"

Übergangswohnheim Uentrop mangels Asylbewerber leergezogen

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Ins Übergangswohnheim an der Zollstraße in Uentrop ist erst einmal Ruhe eingekehrt.

Uentrop - Vor einem Jahr löste sich der Runde Tisch Asyl in Uentrop auf, nachdem immer weniger Flüchtlinge und Asylbewerber gekommen waren. Seit den Herbstferien ist es dann im Übergangswohnheim an der Zollstraße ganz ruhig geworden. „Es ist freigezogen“, bestätigt Stadtsprecher Tom Herberg auf Anfrage. Als „Reserve“ sollen die bis zu 80 Plätze aber weiter gehalten werden.

Als die Zahl der unterzubringenden Flüchtlinge hoch war, hatte die Stadt vor etwas mehr als drei Jahren das ehemalige Hotel am Rande des Gewerbegebiets Uentrop angemietet. 60 bis maximal 80 Plätze bietet das Übergangswohnheim an der Zollstraße. Die wurden aber schon lange nicht mehr benötigt. „Über den Sommer waren in Uentrop noch 30 Personen untergebracht“, sagt der Stadtsprecher. Angesichts freier Kapazitäten in anderen Einrichtungen, lag es dann für die Verwaltung nahe, die Belegungen und damit vor allem den personellen Einsatz zu optimieren. 

Bewohnern mit Bleiberecht und guten Aussichten, in Deutschland bleiben zu dürfen, habe man Wohnungen vermittelt, erklärt er. Ein Teil sei in andere Unterkünfte gekommen, wie etwa an der Schützenstraße neben der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes in Hamm-Osten. Im so genannten Haus G sind nach Angaben der Stadt derzeit 122 Personen untergebracht. Das ehemalige Kasernengebäude bietet damit noch Platz für weitere rund 30 Bewohner.

"Überschaubare Anzahl an Plätzen vorhalten"

Die Stadt Hamm verfügt derzeit insgesamt über vier Übergangswohnheime mit maximal 520 Plätzen. Neben der Schützenstraße sind es Häuser im Glunzdorf, an der Diesterwegstraße und eben an der Zollstraße, das einzige leerstehende Haus. Es soll erst einmal nicht aufgegeben werden. „Wir wissen nicht, wie sich die Situation weiterentwickelt“, sagt der Stadtsprecher. „Deshalb wollen wir eine überschaubare Anzahl an Plätzen vorhalten.“

Gegebenenfalls Mietvertrag verkürzen

Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass das Haus an der Zollstraße auch wochenlang leersteht. Die Stadt hat es ohnehin für 15 Jahre gemietet, also bis 2030. „Wenn wir aber sehen, dass das Haus lange ungenutzt bleibt, werden wir uns mit dem Eigentümer zusammensetzen und schauen, ob wir den Mietvertrag nicht früher kündigen“, sagt er. Wie hoch die monatlichen Kosten für das leerstehende Haus sind, konnte der Stadtsprecher nicht sagen und verwies darauf, dass nur Gesamtkosten vorlägen für alle Einrichtungen.

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