Das schmeckt: Hochmoderne Zentralküche lockt hunderte Gäste
Hamm-Osten - Das St.-Marien-Hospital hat seine neue Zentralküche an der Ludwig-Teleky-Straße eingeweiht. Rund 100 geladene Gäste kamen zunächst zu einer Feierstunde in den Neubau, am Samstag rund 400 Gäste zum „Tag der offenen Küche“.
Größer, moderner und effektiver: Das Fazit von Peter Binner zur neuen Küche im St.-Marien-Hospital fiel sehr positiv aus. „Es ist ganz toll geworden“, sagte er beim Tag der offenen Tür und verglich die neuen Räumlichkeiten mit den alten. Denn als ehemaliger Küchenleiter stand Binner selbst über Jahre hinweg in der alten Küche an den Geräten und war am Samstag entsprechend neugierig auf die Veränderungen. „Die Pläne lagen schon damals in der Schublade, weil die Küche zu klein wurde“, sagte er und freute sich darüber, dass der lang gehegte Wunsch in Erfüllung ging – auch, wenn er selbst nichts mehr davon hat. Bis zum Jahr 2001 war er in der Klinik an der Knappenstraße tätig. Dabei war Peter Binner nicht der einzige ehemalige Mitarbeiter, der sich die neue Küche anschaute.
XXL-Spülmaschinen demonstriert
„Es waren einige frühere Kollegen da, aber auch viele Patienten und Interessierte haben den Tag der offenen Tür genutzt“, erklärte Kliniksprecherin Bettina Otte. Insgesamt seien rund 400 Gäste gekommen. Viele von ihnen ließen sich bei den Führungen mit Küchenchef Jan Krämer die Küche zeigen und erklären. Besonders beliebt war die Demonstration der drei XXL-Spülmaschinen. Neugierige Blicke zog dabei die Spülmaschine speziell für das Besteck auf sich. „Sie funktioniert vollautomatisch, in- dem sie das Besteck durch Magnete anzieht“, erklärte Krämer. Dass manch Besucher den nicht ganz ernst gemeinten Wunsch äußerte, eine solch praktische Haushaltshilfe auch zuhause haben zu wollen, war verständlich.
Arbeitszeit werde effektiver genutzt
Für Jan Krämer und seine Mitarbeiter bedeutet dieses Mehr an Komfort vor allem eine Zeitersparnis. „In der alten Küche haben wir fünf bis sechs Tabletts pro Minute geschafft, jetzt sind es zwischen sieben und neun“, nannte er einen der Vorteile. So werde die Arbeitszeit effektiver genutzt, betonte er. Angesichts der Mengen – die 45 Mitarbeiter bereiten jeden Tag rund 1 000 Essen zu und verarbeiten dabei etwa 500 Kilogramm Lebensmittel – sei das natürlich hilfreich. Als frühere Mitarbeiterin einer Großküche eines Altenheims interessierte sich auch Besucherin Marianne Schürmann für die neue Küche. „Wir hatten zwar damals schon eine moderne Küche, aber diese hier ist noch moderner“, sagte sie. „Es ist einfach interessant, mal einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen“, fügte Besucherin Waltraud Nowack hinzu.
Die neue Küche in der Klinik an der Knappenstraße ging am Montag in Betrieb. Allein 600 Patienten werden an den beiden Klinikstandorten Knappenstraße und Nassauer Straße versorgt. Rund 6,35 Millionen Euro hat die neue Zentralküche gekostet.