Pächter planen Runderneuerung fürs Kurhaus Hamm
Hamm - Ganze 24 Stunden bleiben den neuen Pächtern des Kurhauses, um die Übernahme zu meistern. Aber Till Lewerentz (36) und Daniel Cadez (32) sind zuversichtlich, ihre Gäste ab dem 2. Juli (Sonntag) in ansprechender Form mit Speisen und Getränken zu versorgen.
„Man kann in dieser Zeit nicht wochenlang zu lassen und renovieren“, sagt Cadez mit Blick auf die hohe Veranstaltungs- und Buchungsdichte. Lediglich am 1. Juli bleibt das Haus geschlossen. Dann wird die Aufnahme des Betriebs vorbereitet. „24 Stunden sind immerhin besser als drei“, meint Lewerentz und lacht.
Seit zehn Jahren führt das Duo erfolgreich die Gastronomie im Maxi-Park. Der Vertrag für weitere fünf Jahre liegt zur Unterschrift bereit. Mit dem Kurhaus stellen sich Lewerentz und Cadez jetzt einer weiteren Herausforderung. Sie sind überzeugt, dem Traditionsbetrieb neue Impulse geben zu können und die Zielgruppe der Besucher zu erweitern. Der Pachtvertrag läuft hier über zehn Jahre mit der Option auf Verlängerung.
Ein modernes Kaffeehaus haben Lewerentz und Cadez entworfen, das sowohl den Charakter und Charme des Kurhauses bewahrt, aber auch klare neue Akzente setzt. „Wie bieten eine Küche für jedermann an: bodenständig, saisonal und regional, und dazu wird es noch eine Tageskarte geben“, kündigt Cadez an.
Raum für Raum wollen sie im laufenden Betrieb modernisieren: Grundreinigung, neuer Anstrich, neue und hellere Böden, neues Mobiliar – sowohl in der unteren als auch in der oberen Etage mit ihren Konferenzräumen. „Diese Räume werden in ihrer Ausstattung deutlich neutraler und eine angenehmere Atmosphäre ausstrahlen“, kündigt Cadez an. Zudem werden Sozialräume und Kühlhäuser instand gesetzt. Bis Ende September soll die Renovierung abgeschlossen sein. Rund 400 Quadratmeter plus Flure und Foyer liegen vor ihnen. Grundsätzlich sei die Substanz des Hauses gut.
Die Kurhaus-Schänke will das Duo in eine Vinothek verwandeln und damit konzeptionell deutlich vom Café-Bereich absetzen. „Damit richten wir Räume ein, wie es sie bisher nicht gibt“, sagt Lewerentz. Eine Küche im Obergeschoss, die vor Jahren außer Betrieb genommen wurde, soll in einem nächsten Schritt mit neuer Ausstattung wieder „ans Netz“ gehen. In Erwartung regelmäßiger Großveranstaltungen und angesichts der sehr kleinen Küche im Erdgeschoss sei dies absolut notwendig, so Cadez.
Im Gartenbereich will das Duo sowohl den klassischen Sonntagskuchen servieren, aber auch Snacks für ein Biergartenpublikum anbieten. Der Biergarten wird nicht wie bisher um 18 Uhr schließen, sondern künftig bis 22 Uhr geöffnet sein. Die Stadt will im Garten später noch einen Gastro-Pavillon errichten.
Aktuell rund 150 000 Euro nimmt das Duo für die Renovierung in die Hand. Personell ändert sich wenig: Die acht festangestellten Kräfte und Aushilfen werden übernommen, eine Neueinstellung und weitere Aushilfen kommen hinzu.
