Auf der Zollstraße und Dolberger Straße
Marode Lippebrücken: Planung für Neubau in Uentrop stockt
Uentrop - Die drei Lippebrücken am Rande des Uentroper Dorfes sind für das große Gewerbegebiet Uentrop die Verbindung schlechthin. Sie sind aber in die Jahre gekommen und müssen wohl ersetzt werden - rechtzeitig, sonst sieht es ganz schlecht aus für die Firmen. Trotz frühzeitigen Anstoßes der Planung hat sich aber im Grunde noch nichts getan.
„Dezent Druck erzeugt“ und Bewegung in die Sache gebracht – den Eindruck hatte Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch nach den regen Diskussionen über einen Ersatz für die in die Jahre gekommenen Lippebrücken in Uentrop. Die Stadt plant, das Land zahlt, hieß das rettende Ergebnis im März 2016. Seit eineinhalb Jahren ist es aber wieder still. Bezirksvertreter äußern die Sorge, dass es zeitlich eng werden könnte. Und in der Tat, die Planung hat noch nicht begonnen.
„Achillesferse“ des Gewerbegebiets Uentrop
Die Landesstraße 667 verläuft über drei Brücken an Haus Uentrop vorbei. Die Lippebrücke liegt auf Hammer Stadtgebiet, die beiden anderen, über die Umflut und einen Graben, gehören zu Lippetal. Die Zoll- und Dolberger Straße sind die „Achillesferse“ des Gewerbegebiets Uentrop. Es gibt im Grunde keine brauchbare Alternative, um die Autobahn 2 zu erreichen. Schwertransporte dürfen die aus den 1950er Jahren stammenden Brücken schon jetzt nicht mehr passieren. Weitere Begrenzungen oder eine Sperrung wären ein Drama.
Damit das verhindert wird, hatte die Bezirksvertretung Uentrop 2015 das Thema in den Vordergrund gerückt. Im Frühjahr 2016 kam Bewegung in die Sache. Landtagsabgeordneter Marc Herter (SPD) brachte aus Düsseldorf zumindest eine perspektivische Lösung mit: Weil das Land keine Kapazitäten zur Brückenplanung hat, kann die Stadt Hamm die Aufgabe übernehmen. Wenn dann Geld im Landeshaushalt für die Ersatzbauten bereitsteht, könne schnell gebaut werden, so der Gedanke.
Gebe keinen Zeitdruck
In der Zwischenzeit ist offenbar nicht viel mehr als der Lösungsansatz geblieben. Die Absicht bestehe immer noch, macht Stadtsprecher Tom Herberg auf Nachfrage deutlich. Der Vertrag zwischen Land und Stadt sei aber noch nicht abgeschlossen. Details – von Kompetenzen ist die Rede – seien noch zu klären, „weshalb wir noch nicht groß in die Planung eingestiegen sind. Wobei, es gibt derzeit keinen zeitlichen Druck“. Bis 2021 soll ein baureifer Plan vorliegen, hieß es. Vor einem Vertragsabschluss sollten zudem noch die Brücken genauer geprüft werden.
Planung der Brücken soll im Frühjahr beginnen
Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Verträge zeitnah abgeschlossen werden. Mit der Planung der Brücken werde dann „voraussichtlich im Frühling begonnen“, sagt Herberg. Der Planungsstand soll auch Thema der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung werden. „Wenn die neuen Brücken nicht kommen, sieht es schlecht für das ganze Gewerbegebiet aus“, sagt Pförtzsch. „Deshalb werden wir immer wieder daran erinnern“.