Defekter Schlauch
Ölalarm am RWE-Kraftwerk in Uentrop: Sperre in der Lippe eingerichtet
Uentrop/Schmehausen - Passanten entdeckten am Maifeiertag Ölschlieren auf der Lippe in Schmehausen und meldeten ihre Beobachtungen bei RWE. Wie sich herausstellte, waren wegen eines Defekts etwa 15 Liter Hydrauliköl in die Lippe geflossen. Laut RWE bestand aber keine Gefahr.
Passanten waren am Maifeiertag am Lippeufer in Schmehausen unterwegs als sie Ölschlieren auf der Wasseroberfläche feststellten. Laut eines RWE-Sprechers haben sie ihre Beobachtungen gegen 14.15 Uhr der Betriebsüberwachung des RWE-Kraftwerks Westfalen mitgeteilt. Dort wurde umgehend gehandelt.
Nach Angaben des Energieunternehmens ist eine geringe Menge Hydrauliköl an einer hydraulischen Reinigungsanlage ausgetreten. Die Austrittsstelle befand sich am Ufer des Flusses und ist für Passanten einsehbar.
"Von dem ausgetretenen Stoff geht keine Gefahr für Menschen, Tiere, Wasser und Umwelt aus", erklärt ein RWE-Sprecher auf Anfrage. Demnach basiert der Betriebsstoff auf Rapsöl und ist biologisch abbaubar. "Insgesamt sind maximal 15 Liter ausgetreten", heißt es.
Die Feuerwehr rückte am Mittwoch mit zwei Fahrzeugen aus. Eine Ölsperre wurde im Bereich der Wasserentnahmestelle errichtet. Die Untere Wasserbehörde der Stadt Hamm (Umweltamt) und die Feuerwehr stimmten alle Maßnahmen vor Ort mit Vertretern des Kraftwerkbetreibers RWE ab. Grund für den Austritt war ein defekter Hydraulikschlauch, der ausgetauscht wurde. Die Rechenanlage blieb zunächst außer Betrieb. Sämtliche Schläuche sollten geprüft werden, ehe die Anlage wieder in Betrieb genommen wird. Die Maßnahmen vor Ort seien gegen 17 Uhr abgeschlossen worden, erklärt der Unternehmenssprecher.