Stimmungsmache mit angeblichen Asylbewerbern
HERRINGEN ▪ Für Aufregung in Herringen sorgt derzeit ein anonymer Aufruf zur Unterschriftensammlung gegen ein angeblich von der Stadt geplantes Asylbewerberheim an den Hochhäusern an der Waldenburger Straße 1, 3 und 5 in Herringen. Seit Anfang der Woche werden die Bürger aufgefordert, ihre Unterschrift zu leisten.
Angeblich wollen die Initiatoren der Aktion „aus der lokalen Presse davon erfahren haben, dass Sie (der Oberbürgermeister, Anmerkung der
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Redaktion) planen, in den Häusern der Waldenburger Straße 1, 3 und 5 Asylbewerber unterzubringen“. Dies wies OB Thomas Hunsteger-Petermann auf WA-Anfrage noch einmal in aller Deutlichkeit zurück. „An der Waldenburger Straße wird es keine Einrichtung für Asylbewerber geben“, so der OB. Seiner Meinung nach sei mit der Aktion eine gezielte Kampagne gestartet worden.
Diese Auffassung vertraten auch die SPD-Ratsherren Franz Tillmann und Uli Endom, die am Mittwoch auf dem Wochenmarkt unterwegs waren, um sich ein Bild von der Stimmung zu machen. Es sei das Gesprächsthema bei vielen Menschen gewesen, so Tillmann.
Hinsichtlich der Unterbringung von Asylbewerbern habe auch die SPD eine eindeutige Haltung. Sie sollten dezentral über das gesamte Hammer Stadtgebiet verteilt werden. Dies gelte aber nicht für abbruchreife Häuser, so die beiden Genossen. ▪ stg