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Stadt Hamm zum Scooter-Dilemma: Abzug von Lime ohne Vorwarnung

Ein Scooter steht auf einem Platz in Hamm
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Schnee von gestern: Ein E-Scooter von Lime steht vor dem Hammer Cinemaxx.

Der Abzug aller 300 E-Scooter des Anbieters Lime traf die Stadt Hamm offenbar aus heiterem Himmel. Die große Frage ist nun, ob und wie das Angebot nochmals aufgestockt wird.

Hamm – „Der Rückzug hat sich für uns nicht abgezeichnet“, sagte Rathaussprecher Lukas Huster am Dienstag zur Nachricht, dass Lime den Standort Hamm aufgibt. Über den konkreten Beschluss sei die Stadt Anfang Februar informiert worden - also etwa zwei Wochen, bevor die Aktion öffentlich sichtbar beziehungsweise in der Lime-App verkündet wurde.

Das Unternehmen habe der Stadt gegenüber „keine weitergehenden Gründe genannt – insbesondere keine, die im städtischen Management oder ähnliches gelegen hätten“, so Huster. Die Zusammenarbeit sei eigentlich „durchgängig gut“ gewesen, Unstimmigkeiten habe es nicht gegeben.

Neue E-Scooter: Stadt will nicht von selbst aus der Deckung kommen

Der Stadtsprecher betonte erneut die Ansicht, E-Scooter böten „in unseren Augen insbesondere in der Innenstadt eine sinnvolle Komponente im Mobilitätsmix“. Man sei überzeugt, dass Leih-Scooter langfristig Bestandteil des Hammer Mobilitätsangebots bleiben würden.

Was aber nicht bedeutet, dass der verbliebene oder etwa noch nicht vertretene Verleiher nun präventiv mit Zugeständnissen bei den Gebühren oder Auflagen gelockt werden sollen. Diese offene Flanke will die Stadt Huster zufolge nicht bieten: „Sollte Tier mit Aufstockungswünschen oder ein neuer Anbieter auf uns zukommen, werden wir uns gerne damit befassen“, stellt er klar. Tier Mobility SE wiederum erwartet, dass sich die Stadt Hamm bei Bedarf meldet. Die Firma hat in Hamm aktuell 250 Leih-Fahrzeuge auf den Straßen, erlaubt wären 300 je Anbieter.

E-Scooter: Lime nicht nur in Hamm weg, sondern auch in Münster

Lime hat sich übrigens nicht nur aus Hamm zurückgezogen, sondern auch aus weiteren Städten. In anderen wiederum wurde eine Auszeit mit der Bezeichnung „Winterpause“ eingelegt, zum Beispiel in Münster. Nun schießen die Spekulationen über die tatsächlichen Gründe ins Kraut.

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