Lkw-Crashs an Brücken: Galgen als letzte Lösung?

Gut lesbar sind die Schilder vor Brücken (wie hier an der Wilhelmstraße). Das hält Lkw-Fahrer nicht immer ab.
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Gut lesbar sind die Schilder vor Brücken (wie hier an der Wilhelmstraße). Das hält Lkw-Fahrer nicht immer ab.

HAMM - Es passiert immer wieder: Lastwagen mit hohen Aufbauten versuchen auf der Wilhelmstraße durch die Eisenbahnunterführung zu fahren, bleiben dort hängen, beschädigen ihr Fahrzeug und die Brücke. Könnte ein Stahlrahmen als Sperre solche Unfälle verhindern?

Die Bezirksvertretung Mitte beschäftigte sich jüngst mit dem Thema – schließlich ist die Wilhelmstraße in punkto solcher Lastwagenunfälle besonders auffällig. Zwölf Kollisionen dieser Art zählte die Polizei 2012, vier sind es bereits in diesem Jahr. Zuletzt hatte es dort im Juni gekracht, als in ukrainischer

Solche „Galgen“ sollen die Lkw-Fahrer warnen.

Fahrer durch die Unterführung fuhr, obwohl sein Sattelschlepper dafür zu hoch war. Der Schaden betrug gut 10.000 Euro. Ähnliches passiert in Hamm regelmäßig auch an der Kleinen Alleestraße und am Nordenstiftsweg und landesweit überall, wo sich niedrige alte Bahnbrücken befinden.

Stahlrahmen vor den Bahnbrücken aufzustellen, hält die Verwaltung allerdings nicht für sinnvoll. Mit solchen Konstruktionen soll Lastwagenfahrern die konkrete Durchfahrtshöhe angezeigt werden. Die Erfahrungen an der alten Maximilianbrücke in Werries waren allerdings niederschmetternd, wie ein Stadtsprecher sagt. Die Rahmen wurden von Lastwagen regelmäßig kaputtgefahren und aus der Verankerung gerissen.

So sah es am 8. Juli an der Wilhelmstraßen-Brücke aus:

Ein Teil der Fahrer lässt sich offensichtlich nicht aufhalten. Die Gründe dafür reichen – soweit sie sich im Nachhinein feststellen lassen – von Unachtsamkeit bis zum Irrglauben, die ausgeschilderte Höhenbegrenzung sei bewusst zu niedrig angesetzt. 2001 hatte Hamm

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Navi sei dank: Lkw blieb an Eisenbahnbrücke stecken

10.000 Euro Schaden an Unterführung

als bundesweit erste Kommune einen eigenen Lkw-Routenplan im Internet freigeschaltet und die Daten auch den Anbietern von Lkw-Navigationssystem übermittelt. Erfahrungsgemäß sind Lastwagenfahrer aber durchaus auch mit den preiswerteren Pkw-Navis unterwegs – und 3,50 Meter Durchfahrtshöhe sind für einen Personenwagen eben kein Problem.

Man denke nun über etwas anders geartete Sperrsysteme nach, sagte der Stadtsprecher. Bei einer galgenähnliche Konstruktion könne ein frei schwingendes Element die Durchfahrtshöhe anzeigen; die Berührung durch einen Lastwagen wäre dann spürbar, würde aber nicht sofort die gesamte Konstruktion aus den Fundamenten reißen. - jf

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