Probleme auf der Lippestraße in Hamm

Stadt will Baustelle entschärfen und Anliegern Frust nehmen

Eine zweite Reihe Warnbaken soll kurzfristig aufgestellt werden und zwischen Gehweg und Fahrspur für mehr Sicherheit sorgen. Zuvor wird aber die alte Fahrbahn der Lippestraße abgefräst. Erst dann kann die Fahrspur etwas verbreitert werden.
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Eine zweite Reihe Warnbaken soll kurzfristig aufgestellt werden und zwischen Gehweg und Fahrspur für mehr Sicherheit sorgen. Zuvor wird aber die alte Fahrbahn der Lippestraße abgefräst. Erst dann kann die Fahrspur etwas verbreitert werden.

Nach der Kritik von Anwohnern an der Baustelleneinrichtung auf der Lippestraße und Beschwerden über Raser reagieren Stadtverwaltung und Bauunternehmen. Tempo 50 bleibt zwar, wird aber ausgeweitet und eine weitere Reihe Warnbaken soll Anliegern mehr Sicherheitsgefühl verschaffen.

Hamm-Osten – Seit Montag ist die Baustelle zur Sanierung von Kanal und Fahrbahn eingerichtet und die Lippestraße zunächst zwischen Im Fuchswinkel und Oberwerrieser Weg zur Einbahnstraße in Richtung stadtauswärts geworden. Für den Verkehr bleibt im Grunde nur der Randstreifen. Über den „donnerten“ die Lkw mit unverminderter Geschwindigkeit und auch teilweise über die Gehwege, wie ein Anwohner erklärt. „Nach wie vor wird dort gerast, und durch die Verkleinerung der Fahrspur ergibt sich eine extreme Gefährdungssituation für Anwohner“, meint er. Er beobachtet, wie Autos noch weit vor dem Ortsausgangsschild auf Tempo 70 beschleunigen.

„Wir kommen nur schlecht rein und raus“, sagt Sylvia Vogel von der Bürgerinitiative Anlieger Lippestraße über die Situation an den Grundstückszufahrten.

Der Bitte, sich kurzfristig die Situation vor Ort anzuschauen und Abhilfe zu schaffen, kamen Vertreter der Stadt und des Bauunternehmens gestern zunächst mit einem Ortstermin nach. Mit folgendem Ergebnis:

Tempolimit

Die von Anwohner vorgeschlagene Geschwindigkeitsreduzierung von 50 auf 30 Kilometer in der Stunde im Baustellenbereich ist derzeit nicht vorgesehen. Für die Bauzeit, die voraussichtlich bis Herbst dauert, soll aber der Tempo-50-Bereich um rund 700 Meter ausgeweitet werden. Er gilt dann über das Ortsausgangsschild und den einspurigen Abschnitt bis Oberwerrieser Weg hinaus weiter bis östlich der Einmündung Ostwennemarstraße. „Dadurch erhoffen wir uns, dass die Verkehrsteilnehmer nicht schon in der Baustelle beschleunigen, um bereits am Ortsausgang bei 70 Kilometer in der Stunde zu sein“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster.

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Doppelt Warnbaken

Der Verkehr fließt derzeit nur über den bisherigen Randstreifen auf einer „engeren Fahrspur“. Autos „rasen“ an Fußgängern und den Grundstückzufahrten vorbei, lautet die Kritik. Die Situation muss zumindest noch heute am Tage bestehen bleiben. „Wegen der Fräsarbeiten“, sagt der Stadtsprecher. „Danach werden wir die Fahrbahn ein Stück bis zur Fräskante verbreitern.“ Auf dem gewonnenen, schmalen Streifen zwischen Fahrspur und Gehweg wird eine zweite Reihe Warnbaken aufgestellt – nicht so eng wie auf der Nordseite der Straße, so dass die Grundstückzufahrten frei bleiben.

„Wir gehen davon aus, dass die Fahrzeuge durch die doppelte Reihe von Baken noch langsamer fahren und aufmerksamer sind, wenn Autos von den Grundstücken kommen“, sagt der Stadtsprecher. Insbesondere größere Fahrzeuge sollen durch die Maßnahme auf Abstand zum Gehweg gehalten werden.

Kontrollen

Die Stadtverwaltung erklärt, dass Geschwindigkeitskontrollen „grundsätzlich“ auch in Baustellenbereichen durchgeführt werden.

Bürgerinitiative bleibt wachsam

Die Bauarbeiten sind gestartet, aber die Bürgerinitiative (BI) Anlieger Lippestraße setzt ihren Kampf gegen Straßenbaubeiträge fort und hält an ihrer Kritik an der Baumaßnahme fest. „Wir werden alles dokumentieren, was die Baufirmen machen“, sagt BI-Sprecherin Sylvia Vogel. Nach wie vor wolle die Initiative Akteneinsicht nehmen und Gutachten prüfen. Die Abschaffung der Anliegerbeiträge wäre allerdings eine Angelegenheit auf Landesebene. „Wir machen weiter in der Arbeitsgemeinschaft Schluss mit Strabs“, erklärt Vogel, die, wie sie sagt, jüngst noch an einem Treffen teilgenommen habe.

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