Konzept vorgestellt

Tierpark erhält für 12 Millionen Euro neues Gesicht

So soll der Eingangsbereich des Tierparks künftig aussehen.
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So soll der Eingangsbereich des Tierparks künftig aussehen.

Hamm - Die Weichen für eine neue Generation Tierpark sind gestellt. „Nach diesen vier Jahren wird sich der Tierpark völlig neu darstellen“, glaubt OB Thomas Hunsteger-Petermann. Die Eckpunkte für das zwölf Millionen Euro teure Paket finden Sie im Artikel.

Am Dienstag stellten der Oberbürgermeister, Kämmerer Markus Kreuz, zuständige Dezernenten, Planer und Tierpark-Geschäftsführer Kay Hartwich im Beisein von Vertretern von CDU und SPD ein rund zwölf Millionen schweres Paket zur Neuaufstellung der Anlage vor. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein. Die Planungen sind auf vier Jahre angelegt.

Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

  • Sanierung und Ausbau des Spielplatzbereichs (2019/20),
  • Errichtung einer neuen Lemuren-Anlage (2019/20),
  • Parkplatz auf dem heutigen SSV-Gelände (2019 - Infos dazu weiter unten),
  • Errichtung einer Indoor-Halle mit Gastronomie, Sanitäranlagen und angegliederter Gehegeanlage (2020/21),
  • Errichtung einer Veterinär- und Quarantänestation (2020/21),
  • Errichtung eines neuen Eingangsbereiches mit Verwaltungsgebäude und separatem Zoo-Shop (2021/22 - siehe Foto oben),
  • Sanierung und Vergrößerung der Tigeranlage (2021/22),
  • Sanierung des Tierasyls unter Einbeziehung des jetzigen Eingangsbereichs Die Maßnahmen erfolgen während des laufenden Betriebs.

So funktioniert die Finanzierung:

Basierend auf dem Antrag der Großen Koalition von CDU und SPD werde der Tierpark, der neben dem Maxipark beliebtestes Ausflugsziel in Hamm sei, zukunftsfähig gemacht. Dass dies nötig sei, zeige nicht zuletzt die erneute Rekordbesucherzahl von bisher 190.000 Gästen in diesem Jahr.

Die Finanzierung soll zu knapp einem Drittel über Fördermittel erfolgen und zu zwei Dritteln über eine Konzernfinanzierung - also über Kreditaufnahme. Vorgesehen ist, dass die Stadtentwicklungsgesellschaft die Tilgungsleistungen von in der Spitze bis zu 600.000 Euro erbringt. Das sei für den Haushalt „eine neutrale Geschichte“, sagte Kämmerer Markus Kreuz.

350 neue Parkplätze beim SSC

In dem Gesamtpaket ist auch die Lösung in der zuvor intensiv geführten Parkplatzdiskussion enthalten. Auf der Sportanlage des SSV Hamm an der Grünstraße sollen 350 neue Parkplätze entstehen – und zwar bereits 2019. Das Wäldchen weiter südlich, dessen Abholzung befürchtet worden war, bleibt unangetastet. Die Anlage des HSC wird zunächst nicht überplant, sondern soll als Optionsfläche für eine spätere Entwicklung dienen.

Große neue Tierarten wie Giraffen oder gar Elefanten werden die Besucher nach der Umstrukturierung des Parks in Hamm nicht antreffen. Dies sei von den Betriebskosten nicht darstellbar, sagte Tierparkgeschäftsführer Kay Hartwich. Ein Elefant allein beispielsweise verschlinge Futter im Wert von 50.000 Euro im Jahr. Stattdessen werde es dem bestand und den Themenwelten angepasste Neuzugänge wir Zwergpandas und Zwergotter geben.

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