Hindu-Fest: Polizei schätzt Besucherzahl auf 18.000 bis 20.000
[UPDATE 16:53 Uhr] Uentrop - An diesem Sonntag fand in Uentrop die große Prozession rund um den Hindu-Tempel statt. Das Hindufest dauert noch bis in den Abend hinein an. Die Verkehrsprobleme hielten sich ersten Erkenntnissen am Mittag zufolge in Grenzen. Die Polizei zog zufrieden Bilanz.
Die große Prozession ist beendet. Nach ersten Schätzungen der Polizei nahmen mehrere tausend Menschen entlang der Prozessionsstrecke teil, nach Abschluss der Prozession bieten zahlreiche Händler Kulinarisches, Klamotten und Küchengeräte auf dem großen Basar an. Das Hindufest dauert noch bis in den Abend hinein an. Am Nachmittag teilte die Polizei mit, dass Stadt Hamm und Polizei die Zahl der Besucher in der Spitze auf 18.000 schätzen. Am Nachmittag korrigierte die Polizei die eigene Zahl auf "18.000 bis 20.000".
Die Medienpräsenz war in diesem Jahr groß. Zahlreiche in- und ausländische Fernsehteams wohnen dem Spektakel bei und transportieren Bilder eines im wahrsten Sinne bunten Hamms in die Welt.
In der Hauptanreisezeit am Vormittag versuchten tausende Besucher nahezu gleichzeitig an das Festgelände zu gelangen.
Aufgrund der zahlreichen Fahrzeuge, die teilweise aus ganz Europa anreisten, kam es immer wieder zu Verkehrsstörungen und kurzen Staus. Nach Polizeiangaben beschränkte sich dies auf die Straßen rund um Uentrop, zumeist zwischen Autobahn und Dorf. Einen Rückstau, der bis auf die Autobahn reicht, konnte vermieden werden. Am Nachmittag zog Polizeisprecher Christopher Grauwinkel ein zufriedenes Fazit. Das Verkehrskonzept habe sich bewährt. Die Zufahrtstraßen seien frei geblieben.
Auf dem Basargelände kam es bis zum Nachmittag zu sieben Straftaten. Neben vier Taschendiebstählen wurde auch ein Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz festgestellt. Außerdem wurde zweimal ein Raub angezeigt.
Die große Prozession am Sonntag in Uentrop ermöglicht auch Andersgläubigen und weiteren Interessierten in beeindruckender Weise das Eintauchen in die Welt des Hinduismus. Die Begegnung mit den Hindus und den Gottheiten hat aber auch eine ganz irdische Komponente. Darum kümmert sich eine Reihe von Ordnern.
Nach dem Abschied vom Hammer Westen haben die Hindus seit 14 Jahren den besonderen religiösen Mittelpunkt im „Hindu Shankarar Sri Kamadchi Ampal Tempel“ an der Siegenbeckstraße in Uentrop. Seitdem müssen zum Höhepunkt des Jahresfestes bei der großen Prozession durch das Gewerbegebiet neue oder erweiterte Verkehrs- und Parkkonzepte stehen, damit es nicht, wie in der Vergangenheit geschehen, zu einem Verkehrschaos kommt. Schon im Vorfeld hatten die Behörden mit bis zu 20.000 Besuchern gerechnet.
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Rund 3400 Parkplätze (inklusive 80 für Schwerbehinderte) standen am Sonntag im Gewerbegebiet Uentrop zur Verfügung – dank der Unternehmen, die ihre Flächen anbieten.
Waschung am Kanal am Montag
Sehr viel weniger, aber immer noch hunderte Hindus werden am Montag bei der Prozession zum Kanal und zur rituellen Waschung erwartet. Am Tempel wird die Zeremonie voraussichtlich gegen 11 Uhr beginnen.
