Mittwoch als Knackpunkt

Schneechaos heute auch in Hamm? Nein - aber es soll glatt werden

NRW ist beim Wetter am heutigen Mittwoch extrem geteilt. Der angekündigte heftige Schneefall soll nur im Süden des Landes niedergehen und Hamm zum Glück verfehlen. Trotzdem gibt es ein „Aber...“.

Hamm - Südlich einer ungewöhnlich starken Luftmassengrenze wird in Nordrhein-Westfalen heute (17. Januar) Nachmittag richtig viel Schnee fallen. Teils gilt eine Unwetterwarnung; in einigen Landkreisen findet kein Präsenzunterricht in den Schulen statt. Auch in Hamm soll es schneien, aber die Mengen werden laut aktuellen Prognosen nicht für ein Chaos sorgen. Stattdessen müssen sich Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger wieder auf Glatteis einstellen.

„Nördlich der Linie Düsseldorf-Paderborn leichter Schneefall mit 1 bis 6 cm Neuschnee“ erwartete der Deutsche Wetterdienst am frühen Vormittag. Dieser erreicht die Stadtgebiet von Hamm voraussichtlich am Nachmittag und hält dann bis in die Nacht an. Bei Temperaturen um 0 Grad und später darunter ist überall mit Glätte zu rechnen. Der Winterdienst des ASH wird sicherlich früh unterwegs sein.

Wichtig auch: Wer in Hamm auf die Bahn angewiesen ist, sollte sich vor Antritt der Fahrt gut informieren. Denn die erwarteten Beeinträchtigungen in Teilen NRWs werden wie immer weit über die betroffenen Gebiete spürbar sein.

Am Donnerstag ist übrigens Entspannung angesagt. Es soll viel Sonnenschein geben bei Tageshöchstwerten spürbar über dem Gefrierpunkt. Der Schnee dürfte also zeitnah wieder schmelzen.

Unser Bericht zum Thema Schnee in Hamm von Montag:

Im Winter fällt Schnee, Klimawandel hin oder her. Selbst im flachen Hamm, wie in diesen Tagen wieder. Doch die Prognosen für die kommenden Tage lassen aufhorchen.

Am Wochenende wurde vor intensivem Schneefall gewarnt, der am Mittwoch vor allem die Mitte Deutschlands erreichen werde. NRW solle besonders betroffen sein, und zwar nicht nur im Bergland. 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee wurden auch fürs Tiefland vorhergesagt. Hat sich das bestätigt? Was heißt das für Hamm?

Vorab: „Panik“ ist nach dem Scannen diverser Wetter-Profiseiten nicht angebracht, eher ein Cooldown. Zwar soll es bis Mittwochabend immer mal wieder schneien, doch eine Unwetter-Lage wie im Februar 2021 ist nicht in Sicht.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet am Mittwoch im Norden NRWs leichten und im Süden mäßigen bis starken Schneefall; eine amtliche Warnung gibt es (noch?) nicht. Laut wetter.de wird es „sehr kalt und es gibt ein bisschen Schnee“, vor allem nachmittags. Fast deckungsgleich ist die Prognose bei kachelmann.de, bei Temperaturen um oder knapp unter dem Gefrierpunkt. Am Donnerstag soll sich dann auch endlich die Sonne wieder sehen lassen; darin besteht große Einigkeit.

Schnee und Glätte in Hamm: Winterdienst in Bereitschaft

Auch wenn die große Schneewalze nicht in Sicht ist, gilt es an allen Tagen vor allem auf den Straßen vorsichtig zu sein. Denn angesichts der Niederschläge und der Temperaturen kann es mancherorts tückisch glatt werden. Ein entsprechender Wetterhinweis für Hamm findet sich ganz aktuell zum Beispiel auf unwetterzentrale.de.

Der Winterdienst des ASH ist somit in diesen Tagen stets in Bereitschaft. Je nach Dringlichkeit stehen bis zu acht Groß und acht Kleinstreuer sowie Handreiniger-Teams zur Verfügung zur Verfügung. In den städtischen Salzlagern sind noch rund 500 Tonnen Streusalz eingelagert, was noch für zahlreiche Volleinsätze ausreiche. Nachschub könnte kurzfristig bestellt werden, war nach dem Blitzeis-Einsatz der Vorwoche aus dem Rathaus gemeldet worden.

Schnee und Glätte in Hamm: schwierige Prognosen

Wichtig: Eine hundertprozentige Garantie für die genannten Prognosen gibt es nicht. Zum einen verändert sich die Wetterlage oftmals noch kurzfristig (Stichwort Chaostheorie), zum anderen werde eine Luftmassengrenze speziell am Mittwoch für eine Zweiteilung Deutschlands sorgen, heißt es. Und Hamm liegt halt ziemlich genau in der Mitte: Nördlich davon werde gebibbert, südlich davon werde es mild.

Wer am Wochenende in ein Skigebiet unterwegs ist, muss mit stockendem Verkehr und Verzögerungen rechnen. Abseits dieser Routen droht geringe Staugefahr.

Rubriklistenbild: © Bodo Marks/dpa/dpa-tmn

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