Nach Schießerei am Nordring
Haftbefehl gegen Tatverdächtigen erlassen
[UPDATE 15.50 Uhr] HAMM - Gegen den 33-Jährigen, der am Freitag in der Parkanlage Nordring einen Mann angeschossen hatte, ist Haftbefehl erlassen worden. Er wurde am Samstag einer Richterin vorgeführt. Der Wickeder muss wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft. Bislang hat er sich nicht zu den Vorwürfen geäußert.
Der 35-jährige Werler, der mit ihm im Nordring unterwegs war, kam wieder in Freiheit. Ihm konnte keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden, meldet die Polizei. Der 44-jährige Geschädigte liegt weiter im Krankenhaus. Eine ausführliche Befragung war aufgrund seines Gesundheitszustandes noch nicht möglich. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.
Bei einer Auseinandersetzung im Drogen-Milieu in den Nordringanlagen war am Freitagnachmittag ein 44-jähriger Mann aus Bönen durch einen Schuss verletzt worden. Die Polizei nahm zwei Verdächtige, einen 33-jährigern Mann aus Wickede und einen 35-jährigen Werler, fest und stellte zwei Schusswaffen sicher.
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Die Beamten wurden gegen 15.40 Uhr alarmiert und rückten mit sechs Streifenwagen zum Nordring aus. Dort waren zuvor die drei Männer offenbar in der Nähe des Szene-Treffs bei einem Drogen-Deal in Streit miteinander geraten. Einer der drei habe eine abgesägte Flinte hervorgezogen und abgedrückt, sagte ein Polizeisprecher. Die Waffe habe aber Ladehemmungen gehabt. Besucher des Szene-Treffs seien daraufhin dazwischengegangen, so die Polizei-Darstellung. Die Kontrahenten hätten sich daraufhin vom Treff entfernt, und abermals sei dann ein Schuss gefallen. Die beiden festgenommenen Männer sollen die Waffen dann unter einem Baum abgelegt und sich unter die Szene-Treff-Besucher gemischt haben. Als die Verdächtigen die Martinshörner der Polizeiwagen hörten, warfen sie die Waffe dann in den Nordringteich.
Bilder vom Polizeieinsatz
Taucher der Feuerwehr fanden sie jedoch recht schnell im Wasser wieder. Bei der einen Waffe handelte es sich augenscheinlich um eine sogenannte Lupara, eine Flinte mit verkürztem Lauf und Kolben. Solche Waffen stammen ursprünglich aus Italien, wo sie zuerst zur Bekämpfung von Wölfen und dann innerhalb der Mafia Verwendung fanden. Die andere sichergestellte Waffe war eine Automatikpistole.