Weichen gestellt: Hoffen auf Impulse für lebendigere City

Die Ritterpassage: bisher so etwas wie eine überdachte Durchgangsstraße.
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Die Ritterpassage: bisher so etwas wie eine überdachte Durchgangsstraße.

Hamm - Mit dem Verkauf der Ritterpassage und zuvor großer Teile der City-Galerie sowie dem bevorstehenden Umbau des Westentors stehen die Zeichen in der Innenstand nach langer Zeit des Stillstands auf Veränderung – und zwar zügig und mit nachhaltiger Wirkung auf Jahrzehnte hinaus.

Genau diese Nachhaltigkeit will Investor Axel Funke von Fokus Development nach eigener Aussage mit der Überplanung der Ritterpassage und der angrenzenden Flächen erzeugen. Insgesamt rund 5100 Quadratmeter Grundfläche stehen ihm mit dem Erwerb zur Verfügung. 

„Vom neuen Eigentümer der Ritterpassage erwarten wir wichtige Impulse für eine lebendige City“, stellte Justus Moor, Vorsitzender der SPD-Fraktion, anlässlich des Besitzerwechsels an dieser zentralen Stelle der Hammer Innenstadt fest. „Entscheidend ist für uns die Erweiterung der Passage zu einem Ritter-Quartier“, ergänzt Dr. Georg Scholz (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr. Beide sehen darin eine bessere Wirtschaftlichkeit der Immobilie. 

„Wir brauchen eine attraktive Verbindung zwischen Fußgängerzone und Allee-Center, um wieder mehr Frequenz und Bewegung in die City zu bekommen“, erklärt Scholz weiter. Das neue Quartier müsse sich nach beiden Seiten öffnen. 

Bei der alleinigen Funktion des Bindeglieds zwischen Weststraße und Shopping-Mall wolle es die Fokus Development AG für das kommende „Ritter-Quartier“ aber nicht belassen. Das machte Vorstandsvorsitzender Axel Funke bereits am Freitag beim Pressetermin im Rathaus deutlich. Impuls für die Fußgängerzone ja, aber nicht ausschließlich: Funke sprach von einem Ort der Entschleunigung, der nicht nur attraktiver Durchlauf, sondern Aufenthaltsort oder Zielpunkt sei.

Von der Stadt fordert der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr, Dr. Georg Scholz, eine bessere Anbindung des neuen Quartiers vor allem an die Weststraße entsprechend der Rahmenplanung Innenstadt. „Die Rödinghauser Straße und die Ritterstaße laden im gegenwärtigen Zustand kaum zum Verweilen ein“, sagt er. Zwei von drei Varianten im städtebaulichen Rahmenplan sehen beispielsweise eine deutlich verbreiterte Rödinghauser Straße und eine Platzsituation vor. 

Bisher gebe es vonseiten der Stadt noch keine konkreten Pläne für Veränderungen im Quartier, sagte Stadtsprecher Tom Herberg. In Abstimmung mit den Plänen des Investors würden im Laufe des kommenden Jahres allerdings „Maßnahmen angestoßen“. Diese hingen unter anderem vom Gebäudezuschnitt, von Aus- und Eingängen oder Zuwegungen ab. „Dass hier etwas geschieht, steht fest“, sagte Herberg.

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