Treffen der Tuning-Szene: Laute Motoren am Samstag in Berge

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Der Parkplatz des Freibades Süd in Berge wird am Samstag wie schon im April gefüllt sein mit aufgemotzten Autos und Anhängern der Tuning-Szene.

Berge - Röhrende Auspuffe, breite Reifen, glänzende Felgen - die Hammer Tuning-Szene feiert am Samstag, 21. Oktober, mit einem großen Aufgebot ihren Saisonabschluss in Berge.

Sehen und gesehen werden – unter diesem Motto das Treffen der Hammer Tuning-Szene. Das heißt, etliche getunte, also aufgemotzte, zum Teil PS-starke Autos werden die Straßen in Berge füllen. Treffpunkt ist der Parkplatz des Freibades Süd. Sollte diese Fläche überfüllt sein, dann wird der Parkplatz des Gartencenters Hesse an der Kampshege als Alternativ-Treffpunkt genannt. Und dieser Ausweichplatz wird wohl auch benötigt, wenn man den bisherigen Reaktionen auf der Facebookseite der Hammer Tuning-Szene Glauben schenken darf. 185 Zusagen und 858 Interessenten hatten sich bis Mittwochabend dort gemeldet. Diese Zahlen sind zwar auf keinen Fall verbindlich, doch gibt dies bereits einen Eindruck, welche Reichweite diese Veranstaltung hat. 

Rund 1000 Fahrzeuge im April dabei

Und die Tuning-Szenen der verschiedenen Städte sind ziemlich gut vernetzt und besuchen sich regelmäßig bei solchen Treffen. „Hammer SeasonEnd 2017“ nennt sich das Treffen zum Saisonende. Ähnliche Veranstaltungen in den vergangenen Monaten lockten die tiefer gelegten Karren aus ganz NRW, zum Teil sogar aus dem benachbarten Ausland, nach Hamm. Auf etwa 3 000 Teilnehmer und 1 000 Fahrzeuge schätzte die Polizei die Zahlen bei der Saisonauftaktveranstaltung im April in Berge. 

Ein verantwortlicher Veranstalter ist zwar schwer auszumachen, dennoch wirkt die Szene gut organisiert und vor allem darauf bedacht, nicht unangenehm aufzufallen. Daher werden die Teilnehmer in den sozialen Netzwerken auch ausdrücklich auf Verhaltensregeln hingewiesen. Ruhiges Verhalten, keinen Müll hinterlassen, keine laute Musik und der Verzicht auf „Burnouts“, das Durchdrehen der Reifen auf der Stelle, seien zu vermeiden, heißt es. Statt dessen freue man sich auf neue Leute, ausgefallene Autos, nette Gespräche sowie Stühle und Shisha für einen entspannten Tag. Diese Ansagen sind bei den vergangenen Veranstaltungen mit Ausnahme von einigen schwarzen Schafen auch eingehalten worden, wie die Polizei und die Stadtwerke als Eigentümer der Parkplatzfläche am Freibad anschließend jeweils mitteilten. 

 „Wir werden aber die notwendige Präsenz zeigen“, kündigte Christopher Grauwinkel von der Polizei an. Ein entsprechendes Konzept werde erarbeitet. In erster Linie gehe es um die Begleitung bei der An- und Abreise, um möglichst wenig den Straßenverkehr und etwaige Anwohner zu stören. Auch Kontrollen könnten wieder durchgeführt werden. Im April wurden 194 Fahrzeuge kontrolliert. In 43 Fällen wurden Anzeigen geschrieben, 19 Verwarngelder wurden ausgesprochen und 17 Fahrern musste die Weiterfahrt untersagt werden. 

Die Stadtwerke werden auch in diesem Jahr das Treffen auf ihrem Freibad-Parkplatz dulden, zumal der Platz bei den vorherigen Treffen auch immer sauber hinterlassen wurde und sich die Beschwerden in Grenzen hielten, so Sprecherin Cornelia Helm, die ebenfalls erst im WA-Telefonat vom geplanten Treffen erfuhr. 

Angekündigt ist das Treffen für den Zeitraum von 15 bis 21 Uhr.

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