„Anker & Herz“
Voraussichtlich Anfang Juni: „Pirates“-Wirt startet mit Beachclub an Kanalkante durch
Piraten brauchen Wasser unterm Kiel. Weil Südstraßen-Wirt Karsten Plaß mit seinem „Pirates“ Corona-bedingt auf dem Trockenen sitzt und ihm wegen begrenzter Kapazitäten auch Lockerungen wenig weiterhelfen, zieht es den findigen Gastronomen ans Wasser.
Hamm – Auf einer rund 1.100 Quadratmeter großen Fläche an der Hafenstraße in Hamm wird er voraussichtlich Anfang Juni „Anker & Herz“ als Beachclub-Ableger des „Pirates“ eröffnen. (News zum Coronavirus in Hamm)
| Stadt | Hamm |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Einwohner | 179.111 (2019) |
100 bis 200 Gäste zum Start möglich
Die Fläche liegt zwischen dem ehemaligen Sitz von PC Planet (Hausnummer 20) und dem Gebäude mit der Hausnummer 14, in dem sich unter anderem Gerdas Pflegedienst und das Architekturbüro Hinkelmann befinden. Plaß pachtet das Grundstück von den Stadtwerken.
Je nach Corona-Lage und Schutzverordnung könne er hier 100 bis 200 Gäste gleichzeitig bewirten, so Plaß. Weiter in die Zukunft gedacht, in eine Zeit ohne Einschränkungen, könnten es auf der rund 25 mal 40 Meter großen Fläche noch weit mehr sein.
Außengastro an der Südstraße nicht rentabel
„Angesichts der Öffnungsperspektiven war es Zeit, zu handeln“, sagt Plaß. Er ist zuversichtlich, dass es die Menschen auch in seinen Beachclub ans Wasser ziehen wird, sobald Außengastronomie in Hamm wieder möglich ist. Die wäre theoretisch zwar auch im Mutterhaus an der Südstraße möglich, doch das sei unter Corona bei eingeschränktem Betrieb nicht rentabel.
Wegen der umfangreichen Vorarbeiten werde er nicht mit der ersten Öffnungswelle für Außengastronomie starten können, sagt Plaß, voraussichtlich aber in der ersten Juni-Woche. Mehrere 100 Tonnen Sand müssen am Hafen aufgeschüttet, Mobiliar mit Sonnenliegen, Bierzeltgarnituren und Tischen und Stühlen beschafft und aufgebaut werden.
US-Schulbus, 14 Zapfhähne und Live-Musik
Getränke werden aus einem Bierwagen im XXL-Format mit 14 Zapfhähnen serviert. Auch der US-Schulbus, der eine Zeit lang am Bahnhof stand, soll auf dem Gelände – zunächst als Schauobjekt – einen Platz erhalten. Langfristig denkt Plaß auch an Live-Musik: „Hier stören wir ja niemanden.“