Gemeinsame Aktion der Behörden

„Perlen“ einer Einsatznacht: Interessante Details zur Großrazzia in Hamm

Szenetreff: Polizei und Ordnungsamt waren bei der Razzia auch im Nordring-Park unterwegs.
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Szenetreff: Polizei und Ordnungsamt waren bei der Razzia auch im Nordring-Park unterwegs.

Selten war in Hamm eine Razzia erfolgreicher als die am Freitag in diversen Lokalen und im Nordringpark. Nun sind weitere Details bekannt geworden.

Hamm – Polizei, Kommunaler Ordnungsdienst, Zoll- und Finanzbeamte waren an der Kontrollaktion beteiligt und haben nun allesamt einen Stapel mit Vorgängen über augenscheinlich illegale Machenschaften auf den Schreibtischen liegen. Gut möglich, dass am Ende einige der am Freitag aufgesuchten Betriebe dauerhaft von der Bildfläche verschwinden. Hier noch einmal einige „Perlen“ der Einsatznacht.

Türkische Teestube: Bierausschank und gefälschte Mails

Reichlich Betrieb herrschte in einer türkischen Teestube an der Hohen Straße, die als eingetragener Verein (e.V.) bei den Behörden registriert war. Rund 50 Besucher hielten sich in den Räumlichkeiten auf – getrunken wurde aber kein Tee, sondern Alkoholisches, vornehmlich Bier.

Eine Schankerlaubnis hatte der Betreiber nicht, verkaufte den Gerstensaft aber gleichwohl an seine Kundschaft. Als er den Einsatzkräften dann noch wohl gefälschte Mail-Verkehre mit dem Ordnungsamt präsentierte, war Schluss: Die Teestube wurde umgehend von Amts wegen geschlossen, die Gäste mussten nach Hause gehen.

Über 1.000 Bierflaschen aus Bulgarien gefunden

Reichlich Bier fanden die Kontrolleure auch in einem bulgarischen Kiosk an der Viktoriastraße. 1.341 Zwei- und Zweieinhalbliter-Flaschen, die „irgendwie“ aus Bulgarien nach Hamm gebracht worden waren.

Neben Bier war dies auch Limonade, allerdings war keines der Gebinde mit den vorgeschriebenen Pfandaufdrucken versehen. Weil offenbar gegen die Pfandverordnung verstoßen worden war, musste der Betreiber für mehrere hundert Euro (15 bis 25 Cent pro Flasche) „nachpfanden“.

Mutmaßlich gefälscht: Die Polizei bezweifelt, dass es sich bei diesen Waren um Markenartikel handelt.

(Parallel-)Welten taten sich für die Kontrolleure auch in einem zweiten bulgarischen Kiosk im Hammer Westen auf. Diverse mutmaßlich gefälschte Handtaschen, Bekleidungsstücke und Kosmetika wurden von der Polizei beschlagnahmt. Die Finanzbeamten prüften die Kassenführung und leiteten ein Steuerstrafverfahren ein.

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