Bürger sollten am Donnerstag früh da sein

Sprengungen auf Heinrich Robert: Alle Infos für Zaungäste

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Das Bild zeigt den Hammerkopf und den Rundeindicker (links). Am Donnerstagnachmittag wird es dieses Motiv nicht mehr geben.

Pelkum/Herringen - Im Rahmen der Rückbauarbeiten auf der Zeche Heinrich Robert werden am Donnerstag, 15. Februar, der 47 Meter Hohe Rundeindicker als Teil der Aufbereitung und der 37,5 Meter hohe Bergebunker gesprengt. Alle wichtigen Infos für Neugierige haben wir hier zusammengestellt.

Die RAG Montan Immobilien sowie die Arbeitsgemeinschaft Moß/Heitkamp, die für den Rückbau zuständig ist, lädt interessierte Bürger dazu ein. Sie wollen dabei sein? Das müssen Sie wissen:

Wann beginnt die Sprengung?

Die Sprengung ist für genau 10 Uhr geplant. Zuschauer werden gebeten, bis spätestens 9.30 Uhr am Gelände zu sein, da dann der Zugang (Pförtner) geschlossen wird. Ab 8.30 Uhr ist das Gelände geöffnet. Für die Besucher ist ein gesicherter Zuschauerplatz auf dem Gelände vorgesehen. Ihnen wird empfohlen, festes Schuhwerk anzuziehen. Direkt mitverfolgen können sie aber nur die Sprengung des in Sichtweite gelegenen Rundeindickers.

Die blauen Pfeile markieren die Fallrichtung des Bergebunkers und des Rundeindickers. Die meisten der mit rot gekennzeichneten Gebäude sind mittlerweile abgerissen worden.

Wie sieht der Ablaufplan aus?

Schon vor der Sprengung müssen umfangreiche Sicherungsmaßnahmen getroffen werden. Um 9.30 wird der gesamte Gefährdungsbereich

Der Rundeindicker als Teil der Aufbereitung von Heinrich Robert wird gesprengt.

abgesperrt. Um 9.55 Uhr wird das erste Sprengsignal (ein langer Ton – „Achtung Absperrung herstellen“), um 9.58 Uhr das zweite Sprengsignal (zwei kurze Töne – „Achtung es wird gezündet“) ertönen. Für 10 Uhr ist dann die Sprengung des Bergebunkers und etwas zeitverzögert des Rundeindickers vorgesehen. Nach der Kontrolle der Sprengstelle soll um 10.20 Uhr das dritte Sprengsignal (drei kurze Töne – „Sprengung ist beendet“) ertönen. Um 10.25 Uhr soll der Gefährdungsbereich wieder freigegeben werden.

Warum wird überhaupt gesprengt?

Der Bergebunker und der Rundeindicker bestehen zu großen Teil aus massivem Stahlbeton. Sie konventionell mit großen Baggern abzureißen, würde vermutlich mehrere Wochen dauern. Es sind also vor allem wirtschaftliche Gründe, die die RAG Montan Immobilien und die beteiligten Unternehmen dazu veranlasst haben, die Sprengung zu beantragen.

Vom Pförtnerhäuschen aus werden die Besucher über eine geführte Zuwegung (gelbe Linie) zum Zuschauerbereich (gelbes Quadrat) geleitet. Dieser wird zusätzlich durch Bauzaunelemente (gepunktete rote Linie) gesichert. Direkt vorm Zuschauerbereich beginnt der Sicherheitsradius (gestrichelte rote Linie). Links unten ist der gesamte Sicherheitsbereich (roter Kreis) zu erkennen. Ausgespart wurde der Bereich Goerallee/Hoppeistraße im Westen. (Bitte rechts oben in das Bild klicken, um das komplette Motiv zu sehen.)

Wie groß ist der Sicherheitsradius?

Der Sicherheitsradius beträgt rund 300 Meter. Ein Betreten dieses Bereichs ist strengstens untersagt. Den Anweisungen des Sprengpersonals und der Sicherungsposten ist in jedem Fall Folge zu leisten. Sicherheitshalber sollten Fenster, Türen und Tore in Richtung der Sprengstelle geschlossen bleiben und Fahrzeuge nur außerhalb des Gefahrenbereichs abgestellt werden. Die nächst gelegene Wohnbebauung (Goerallee/Hoppeistraße) liegt zwar innerhalb dieses Radius, evakuiert werden müssen die Häuser während des Sprengzeitraums aber nicht. Ein solcher Radius werde in den Regel großzügig berechnet, so Stephen Konrad, Sprecher der RAG MI.

Abriss Aufbereitung Zeche Heinrich-Robert in Hamm

Abriss Aufbereitung Zeche Heinrich-Robert in Hamm
Abriss Aufbereitung Zeche Heinrich-Robert in Hamm
Abriss Aufbereitung Zeche Heinrich-Robert in Hamm
Abriss Aufbereitung Zeche Heinrich-Robert in Hamm
Abriss Aufbereitung Zeche Heinrich-Robert in Hamm

Wie wird gesprengt?

Beim Rundeindicker sind es 200 Bohrlöcher (Fallrichtung Südosten), beim deutlich kleineren Bergebunker „nur“ 40 (Fallrichtung Westen). Benötigt werden 202 beziehungsweise 20 Kilogramm Sprengstoff.

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