Neues Schmuckstück am Kanal in Hamm
Wassersportzentrum immer wieder Ziel blinder Zerstörungswut
Wiederholt ist das neue Wassersportzentrum an der Konrad-Adenauer-Allee in Hamm mittlerweile Ziel von Vandalismus und Zerstörungswut geworden.
Hamm – Zuletzt wurden am Samstagmorgen drei eingeschlagene Scheiben entdeckt. Kein Einzelfall, wie ein Stadtsprecher auf WA-Anfrage erklärte. Die Vorfälle hätten sich seit dem Frühjahr gehäuft. Bis zu zehn einzelne Vorfälle seien bei der Stadt mittlerweile bekannt.
Neben zerstörten Scheiben wurden auch Außensteckdosen kaputt gemacht und Graffiti gesprüht. Darüber hinaus werde der Bereich rund um das Wassersportzentrum zunehmend vermüllt.
Bei der Polizei sind allein seit dem 22. April sechs Delikte aktenkundig geworden. Neben einer Beleidigung, einem Diebstahl und einem Diebstahl in besonders schwerem Fall wurden drei Sachbeschädigungen registriert. Die Schäden liegen mittlerweile im fünfstelligen Euro-Bereich, mal habe die Versicherung gezahlt, mal die Stadt Hamm.
„Das ist generell sehr ärgerlich, weil diese Zerstörungen so sinnlos sind“, hat Stadtsprecher Tom Herberg kein Verständnis für die wiederholten Attacken auf das neue Wassersportzentrum.
Probleme am Wassersportzentrum: Sicherheitsdienst da, Pächter gesucht
Seit Beginn der Sommerferien setzt die Stadt einen Sicherheitsdienst ein, zuvor hatte nur der Hausmeister zweimal nachts zu unterschiedlichen Zeiten vorbeigeschaut. „Das reichte aber ganz offenbar nicht“, so Herberg. Der Vorfall am Samstag habe sich nach Feierabend des Sicherheitsdienstes ereignet.
Am Ende der Ferien soll ein Zwischenfazit über den Einsatz gezogen werden. Weitere Maßnahmen wie etwa eine Videoüberwachung – zumindest bis zum Start der neuen Gastro – seien denkbar.
Wohl bis Oktober wird es noch dauern, bis ein Pächter für die Gastronomie im Erdgeschoss gefunden ist. 70 Plätze soll es im Innenbereich geben und darüber hinaus eine Außenterrasse mit 800 Quadratmetern Platz. Über die Betreiber und die Gäste könnte es zumindest ein Stück weit mehr soziale Kontrolle in dem Bereich geben.
Im November 2020 hatte die Stadt das rund vier Millionen Euro teure Gebäude an die nun darin beheimateten Sportvereine übergeben.



