An der Werler Straße soll sich was tun

Kley: neue Pläne für altes Gartencenter-Grundstück

Droht zu verwahrlosen: Das alte Gartencenter Kley, später als Deco-Oase genutzt.
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Droht zu verwahrlosen: Das alte Gartencenter Kley, später als Deco-Oase genutzt. Nun soll das Areal überplant werden.

Die seit Jahren leer stehende Immobilie des ehemaligen Gartencenters Kley im Kreuzungsbereich Werler Straße/Ostdorfstraße soll abgerissen und voraussichtlich durch ein modernes Bürogebäude ersetzt werden.

Berge – So lauten zumindest die Planungsabsichten, die nun das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungs- und des Bebauungsplans wieder neu aufgerollt haben. Das begrüßte die Bezirksvertretung Rhynern in ihrer Sitzung am Donnerstag mehrheitlich. Gegenstimmen gab es nur aus dem Lager der Grünen.

Eins dürfte klar sein: Eine neue Entwicklung an diesem Standort wird das Erscheinungsbild an einer der meist befahrenen Einfallstraßen in die Innenstadt erheblich aufwerten. Immerhin gibt das Gebäude schon jetzt kein gutes Bild mehr ab und droht weiter zu verwahrlosen.

Noch keine vorzeigbare Planung

Nach zwischenzeitlich unterschiedlichen Überlegungen zu anderen Entwicklungsoptionen wird nun angestrebt, das Areal des ehemaligen Gartencenters durch die Errichtung einer Büroimmobilie zu nutzen. Dazu soll das alte Gebäude abgerissen werden, um Platz für eine neue Immobilie zu schaffen. Eine detaillierte Planung mit einer Visualisierung liegt noch nicht vor. Ein Anlass sei unter anderem die Überlegung eines Immobilien-Projektentwicklers aus Aachen, in Hamm moderne energieeffiziente Büroflächen anbieten zu wollen, teilte die Stadtverwaltung mit. „Verbindliche Entscheidungen stehen hierzu aktuell aber noch aus“, heißt es weiter.

Aus stadtplanerischer Sicht wird das Entwicklungsziel begrüßt. Es soll ein Vorhaben entstehen, das im Einklang steht mit allgemeinen städtebaulichen Grundsätzen und geeignet ist, die städtebaulichen Potentiale dieser Lage zu nutzen, heißt es seitens der Stadt Hamm. Dabei sollen natürlich die verkehrlichen Auswirkungen auf die B63 und das Umfeld im Vorfeld untersucht werden. Außerdem sieht die Stadt Hamm die Chance, Einfluss auf das Erscheinungsbild an diesem exponierten Standort zu nehmen, indem auf eine hochwertige Architektur geachtet wird. Dies könne durch einen ergänzenden städtebaulichen Vertrag gesichert werden, erklärt die Verwaltung.

Grüne gegen Büronutzung

Dass sich auf diesem Areal etwas tut, kam bei den Bezirksvertretern gut an, sie freuen, dass ein Schandfleck verschwindet, wurde CDU-Fraktionsvorsitzender Heinrich Saarbeck sogar deutlich. Die drei Vertreterinnen der Grünen finden eine Veränderung an diesem Standort zwar ebenfalls notwendig und begrüßenswert, wollten aber zum jetzigen Zeitpunkt den Planungen nicht zustimmen. Ihnen fehlen dazu Infos, da unter anderem eine Detailansicht fehle, wie dort gebaut werden wird. Ohnehin blieben die Grünen bei dem Standpunkt, den sie bereits vor einigen Jahren vertreten haben: Einer Büronutzung wollen sie nicht zustimmen, da dies zusätzliche Verkehrsströme erzeuge, die die Kreuzung der Werler Straße nicht mehr vertrage. „Wir verstehen die Eile nicht, mit der diese Vorlage durchgeboxt werden soll“, begründete Fraktionsvorsitzende Andrea Pfeifer die ablehnende Haltung der Grünen.

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