Bayrisches Wirtshaus eröffnet im Hammer Osten im Ex-Hammer Brunnen
Hamm-Osten - Bayrische Gastlichkeit bei Leberkäs, Weißwürstl und Weißbier - der brachliegende Traditionsbetrieb Hammer Brunnen im Hammer Osten wird zu einer bayrischen Gastwirtschaft umgebaut. Die Eröffnung ist im Februar 2016 geplant. Der WA sprach mit den neuen Eigentümern.
Millionen von Besuchern jährlich auf den Wiesn in München, tausende im Bayernzelt der Allerheiligenkirmes in Soest, hunderte bei den Oktoberfesten in der Stadt – bayrische Atmosphäre bietet Potenzial.
Das wollen Kathleen und René Stangl nutzen und sinnbildlich die weiß-blauen Rauten im Hammer Osten wehen lassen. Sie übernehmen ab nächstem Jahr den Traditionsbetrieb Hammer Brunnen. Sie wollen das seit langer Zeit brachliegende Restaurant in eine rustikale, bayrische Gastwirtschaft verwandeln. So etwas gibt es hier noch nicht. Der laufende Hotelbetrieb im Haus Ostenallee 105 wird nahtlos fortgesetzt.
Eigentümer: Sachsen mit bayrischer Lebenslust
Die bayrische Lebenslust nimmt man René Stangl gern ab. Dabei sind er und seine Frau gar nicht gebürtig aus dem Süden, sondern aus dem sächsischen Freiberg. „Uns gefällt die bayrische Lebensart“, sagt der 47-Jährige, „dieses Lockere.“ Einige Jahre arbeitete er in Bayern, „und ich habe diese Art ein bisschen übernommen.“ Viel mehr als die Faszination am Bayrischen und an der Lebensart bringen die beiden, die seit 18 Jahren in Hamm leben, aber nicht für ihr Gastronomie-Projekt mit. Doch das reicht, meinen sie.
„Wir haben auch bei unserer Firma bei null angefangen“, sagt er mit Verweis auf ihren 1998 gegründeten „Wasserwerk-Service“, der seinen Standort in der Kapelle der ehemaligen Argonner Kaserne, im heutigen Gewerbequartier Hohefeld, hat. Zehn Mitarbeiter gehören zum NRW-weit tätigen Team des Dienstleisters für Trinkwasserversorgung.
Die Stärke der beiden ist wohl, sich aufeinander verlassen zu können, ein Team zu sein. „Wir machen immer alles zusammen“, sagt sie. So gehen die Stangls gelassen ans Werk. Das liegt nicht nur daran, dass vor allem Personal den neuen Betrieb führen wird.
Erfüllung eines Traums
Die bayrische Gastwirtschaft ist die Erfüllung eines Traums. Die Initialzündung dafür gab ein Blick in den Immobilienteil des Anzeigers. Der Hammer Brunnen, einen Steinwurf vom Haus der Stangls gelegen, stand zum Verkauf. „Das ist gleich nebenan“, sagt er, und das klingt so, als wenn sie zugreifen mussten. Die Idee ist gereift. „Im Kopf haben wir alles durch“, sagt Kathleen Stangl. Ganz bewusst nennen sie ihr Projekt nicht Restaurant.
„Es wird Leberkäs und Weißwürstl geben, ganz normal“, sagt René Stangl, „nichts Außergewöhnliches nach oben hin“ – locker und ungezwungen eben. Original bayrisch werden auch das Bier sowie die Fleisch- und Wurstwaren sein.
Personal im Dirndl und Lederhosen
Das Personal soll bayrisch-zünftig daherkommen. „Die Damen im Dirndl, die Buben in Lederhosen, wenn sie eine haben“, erklärt er. Die Gastwirtschaft samt Theken wird rustikal umgestaltet. „Wir werden dazu im Januar und Februar die Gastronomie komplett renovieren.“ Im Außenbereich ist ein Biergarten, der auch Radfahrer anlocken soll, geplant. Das Hotel mit seinen 15 Zimmern und 28 Betten bleibt von den Bautätigkeiten ausgenommen.
![[Foto: Henrik Wiemer] WERRIES - Das Hotel Hammer Brunnen ist verkauft, Ostenallee [Foto: Henrik Wiemer] WERRIES - Das Hotel Hammer Brunnen ist verkauft, Ostenallee](http://www.wa.de/bilder/2015/11/18/5877303/1825803467-brunnen_wu16n15301-2rUI.jpg)