Kult aus Herringen jetzt in Blind Bay

Mr. Halloween kann‘s nicht lassen: Willenberg leuchtet wieder in Kanada

Mit seinem Halloweenhaus erfreut der Ex-Herringer Gerd Willenberg jetzt die Menschen in seiner Wahlheimat Blind Bay.
+
Viel Licht in dunkler Zeit: Mit seinem Halloweenhaus erfreut der Ex-Herringer Gerd Willenberg jetzt die Menschen in seiner Wahlheimat Blind Bay.

Gerd Willenberg ist wieder in seinem Element: In seiner kanadischen Wahlheimat Blind Bay, rund 400 Kilometer nordöstlich von Vancouver gelegen, lehrt „Mr. Halloween“ den Menschen seit Mitte des Monats das Fürchten – und das mit Erfolg.

Herringen/Blind Bay – In den ersten elf Tagen waren schon Spenden in Höhe von 2600 kanadischen Dollar – umgerechnet rund 1800 Euro – für bedürftige Menschen zusammengekommen. Rund 500 Menschen haben sein Halloweenhaus, das zum zweiten Mal und nun noch bis Montag geöffnet hat, in dieser Zeit besucht.

Das sind zwar deutlich weniger als die rund 16.000 vor zwei Jahren in Herringen. In Blind Bay liegen die Häuser aber weit verstreut, der nächst größere Ort ist 25 Kilometer entfernt und hat auch nur 17.000 Einwohner. „An einem Samstag waren rund 125 Menschen hier. Das ist schon viel“, so Willenberg, der von sich selbst sagt, dass er kein Fan von Halloween ist. Er wolle aber Menschen eine Freude bereiten und helfen. „Leider war das Wetter bislang nicht so gut.“

Ähnlich wie zuletzt in Herringen, wird er mittlerweile von einem kleinen Team unterstützt. Das besteht vor allem aus Nachbarn und Freunden und deren Kindern. Sie fungieren als Erschrecker oder helfen beim Catering. „Es gibt deutsche Bratwürstchen im Brötchen“, so Willenberg. Hauptattraktion sei ein Tunnel, ähnlich wie das Labyrinth vor zwei Jahren in Herringen. Bislang habe er rund 7000 kanadische Dollar – knapp 5000 Euro – für die Deko ausgegeben.

Schnee statt Halloween: Gerd Willenberg vor seinem „nackten“ Haus in Kanada.

Wegen Corona kein einziges Mal wieder in Herringen

Willenberg ist mittlerweile seit eineinhalb Jahren in Kanada. Corona-bedingt war er seitdem nicht mehr in seiner alten Heimat. Seit Anfang September dürften Menschen aus anderen Ländern aber wieder einreisen. Ein Bekannter aus Castrop-Rauxel habe ihn besucht und beim Aufbau des Halloweenhauses unterstützt, sagt er.

Sein Halloween-Equipment aus Herringen hatte Willenberg zum größten Teil an Toni May von der Vereinsgemeinschaft Lohauserholz verkauft. Die möchte 2022 ein Halloweenhaus an der Martinstraße in Lohauserholz eröffnen und auch für die WA-Aktion „Menschen in Not“ sammeln.

In Mettmann bei Düsseldorf lebt ein Teil von Willenbergs Halloweenhaus bereits weiter: Maurice Giebisch (18) hat dort sein Elternhaus in ein Halloweenhaus verwandelt. Inspiriert wurde er, wie er in einem Interview verriet, von Gerd Willenberg. Einige von dessen Figuren und Deko-Artikeln sind jetzt in Mettmann zu sehen. Und auch dort sammelt der Betreiber für einen wohltätigen Zweck.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare