Maigang größtenteils störungsfrei
Mit oder ohne Bollerwagen: Hunderte feiern in der Geithe
Endlich wieder Maigang: Nach zwei Jahren Corona-Pause wurde in der Geithe wieder fröhlich gefeiert. Weitestgehend friedlich. Es war jedoch weniger los als in den Vorjahren.
Hamm - Der Maigang in der Geithe verlief am Sonntag weitgehend friedlich. Rund um die St.-Antonius-Kirche war weniger los als vor der Pandemie. Bis zu 800 überwiegend junge Leute feierten bei Musik, tranken und lagen sich in den Armen – das Grill- und Mottowagenverbot schien ihre Laune nicht zu beeinträchtigen. Polizei und Ordnungsamt zogen am Sonntagabend ein positives Fazit. „Es ist lange nicht so voll wie in den Jahren zuvor“, bilanziert Heiko Nüsken, Einsatzleiter der Polizei.
Größere Störungen habe es nicht gegeben. Die Feiernden hätten sich überwiegend an die Vorschriften gehalten. Die Polizei war mit 15 Einsatzkräften vor Ort, das Ordnungsamt mit 36 Leuten. Auch Kräfte des DRK waren im Einsatz.
Nur einen RTW-Einsatz, fünf Rangeleien
Kurz nach 15 Uhr gab es den ersten Einsatz wegen übermäßigen Alkoholkonsums. Weitere RTW-Einsätze hat es nicht gegeben. Fünf kleinere Rangeleien habe es ab 16 Uhr gegeben. Die Beteiligten kamen mit blauen Flecken davon, ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes kehrte mit zerfetzter Uniform zurück.
Anders als in den Jahren zuvor sei zum diesjährigen Maigang ein überwiegend junges Publikum zum Feiern in die Geithe gekommen. „Sonst kamen auch Leute zwischen 30 und 50 Jahren. Die sind dieses Mal gar nicht da“, sagte Reiner Baum, Einsatzleiter des Ordnungsamts.
Zwei selbst gebaute Wagen aus dem Verkehr gezogen
Zwei selbst gebaute Mottowagen zogen die Ordnungskräfte aus dem Verkehr, ebenso einen Einweggrill. Die Stadt hatte beides per Allgemeinverfügung verboten. Auch ein Schlauch samt Trichter für den Alkoholkonsum wurden eingezogen, zur Gefahrenabwehr, wie Baum erklärt. Zwei „Wildpinkler“ kassierten Ordnungswidrigkeitsanzeigen – dabei standen für die Feiernden extra Dixiklos bereit. Das Gelände um die Kirche und der Zugang zu den Wohnhäusern wurden eingezäunt, damit die Feiernden keinen Müll hinterlassen konnten.
Vor der Pandemie hatte es regelmäßig Beschwerden der Anwohner wegen des Mülls und Wildpinkelns gegeben. Auch in diesem Jahr wurde Müll liegen gelassen – allerdings weniger als etwa 2019. 18 Uhr begann das Aufräumen: ein Reinigungstrupp mit großer Kehrmaschine war im Einsatz.



