Millionen aus Grundsteuer B für "Schrottimmobilien"
HAMM - Die Würfel sind gefallen: Die Akteure der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) haben sich nach intensiven Verhandlungen hinter verschlossenen Türen auf vier Projekte verständigt, die als erste aus den Millionenerträgen aus der 20-prozentigen Erhöhung der Grundsteuer B realisiert werden sollen.
Von Detlef Burrichter
Nach WA-Informationen soll die Gesellschafterversammlung in ihrer Sitzung am kommenden Montag (4. Mai) den Erwerbsbeschluss für mehrere Gebäude an der Ecke Wilhelmstraße/Forbachstraße im Hammer Westen fassen. Außerdem soll die SEG beauftragt werden, den beabsichtigten Erwerb für drei weitere Objekte in Mitte, Westen und Norden vorzubereiten.
Die Wohnhäuser an der Wilhelm- und Forbachstraße stammen aus der Zeit um 1900 und sind in einem schlechten Zustand. Geplant sei ein teilweiser Abbruch. Eine Nachnutzung unter dem Oberbegriff „zeitgerechtes Wohnen“ sei geplant, hieß es aus informierten Kreisen.
Als weiteres Objekt soll die SEG das markant gelegene Hochhaus an der Ecke Münsterstraße/Heessener Straße erwerben. Als Nachnutzung sei lediglich angegeben: „Zeitgerechte Straßenrandbebauung“. Ob ein Abriss oder eine Instandsetzung und Modernisierung des Hochhauses vorgesehen sei, sei in der Beschlussvorlage nicht näher erläutert.
Auf dem Einkaufszettel der SEG steht dem Vernehmen nach außerdem das Gebäude Lange Straße 53. In dem Gebäude direkt gegenüber der Christuskirche wurde früher ein Chinarestaurant betrieben. Zuletzt war das Haus an bulgarische Betreiber verpachtet worden. Es gab mehrfach Beschwerden aus dem Umfeld wegen Lärmbelästigung. Das Gebäude solle nicht abgerissen werden. Eine Nachnutzung mit einer öffentlichen Einrichtung, zum Beispiel einer Kindertagesstätte sei hier geplant.
Erwerben will die Stadt über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft SEG außerdem mehrere Grundstücke an der Neuen Bahnhofstraße. Dort befinden sich ein Pavillongebäude, das Gesundheitsamt und ein Ärztehaus. Angestrebt sei hier eine Neuordnung des gesamten Riegels. Über einen noch auszuschreibenden Wettbewerb solle hier ein attraktiver neuer Baukörper entstehen.
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