Medicum feiert Richtfest – Eis-Oase in den Meilenstein

Das Medicum an der Südstraße feierte am Donnerstag Richtfest. ▪
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Das Medicum an der Südstraße feierte am Donnerstag Richtfest. ▪

HAMM ▪ Gut sechs Jahre nach den ersten Gesprächen und ein Dreivierteljahr nach Baubeginn wurde an der Südstraße in Hamm am Donnerstag das Richtfest des Gesundheitszentrums „Medicum“ feiert. Investor Harald Janßen zufolge soll das Gebäude im Frühjahr fertig werden; es sei fast vollständig vermietet. In den früheren „Meilenstein“ zieht eine Filiale der „Eis-Oase“ aus Hamm-Süden ein.

Vor etwa 100 Zuschauern schlugen die Bauleute am Mittag den „letzten Nagel“ in eine Dachgaube ein. Das „Medicum“ bietet nach Janßens Angaben 3700 Quadratmeter Nutzfläche auf vier Etagen; die Baukosten bezifferte er mit „etwas über sechs Millionen Euro“. Entworfen hat das Gebäude der Architekt Bernd C. W. Müller vom Achimer Büro GME.

Im Mai solle der Neubau bezugsfertig sein, sagte Janßen. Eine Kurzzeitpflege werde etwa die Hälfte der Fläche beanspruchen, dazu kämen Arztpraxen Sicher seien ein Urologe, ein Schmerztherapeut, ein Zahnarzt, ein Ergotherapeut. Zwei größere Flächen seien derzeit noch frei; man führe hier jedoch erfolgversprechende Gespräche, unter anderem mit einem Onkologen. Platz für eine Apotheke gebe es derzeit nicht.

In den ehemaligen Meilenstein, der denkmalgerecht saniert wurde, zieht im Frühjahr eine Filiale der „Eis-Oase“ ein. Ute und Jakup Jakupi, die das Eiscafé an der Werler Straße 2006 übernommen hatten, wollen expandieren. An der Südstraße plane man ein Angebot, das etwas mehr in Richtung klassisches Café gehe, sagt Ute Jakup. Keineswegs sei an einen Kneipenbetrieb gedacht.

Die Fassade des „Medicums“, die noch von Gerüsten und Planen verhüllt ist, soll Janßen zufolge ein harmonisches Gesicht für den Neubau darstellen. Der Erhalt der maroden Gebäudereste aus dem 18. und 19. Jahrhundert hatte in den vergangenen Jahren zu Diskussionen geführt. Er sei glücklich und froh, dass alles stehen geblieben sei, sagte Janßen und sprach von einem „architektonischen Akzent in der Innenstadt“. ▪ jf

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