Bilanz und Ausblick
Maifeiertag in der Geithe: Spaß, Einsätze und Klagen
HAMM - Während der Himmel für tausende Maiwanderer in Hamm erfreulicherweise trocken blieb, floss am am Boden in vielen Fällen viel Alkohol. Für so manchen Feierwütigen besonders in der Geithe wohl auch ein bisschen zuviel. Die Folge: Beschwerden und viel "Tatütata"auf den Straßen.
Besonders in dem Hammer Waldstück zwischen Werries und Uentrop herrschte wie in jedem Jahr am Maifeiertag nämlich Ausnahmezustand. Hunderte vor allem Jugendliche feierten dort mit Freunden und Bekannten, mit lauter Musik und vor allem viel Alkohol.
Das bedeutete für die Mitarbeiter von Polizei und Rettungsdienst einmal mehr viel Arbeit. Nach Angaben von Polizeisprecher Ulrich Biermann wurden drei "leichte Körperverletzungen" zu Protokoll gegeben. Bei einer dieser Streitereien wurden zwei 18-Jährige leicht verletzt, zwei weitere wurden "zur Verhinderung weiterer Straftaten" in Gewahrsam genommen. Ein 15-Jähriger betrank sich so sehr, dass er hilflos ins Krankenhaus gebracht werden musste. Eine Rettungsdienstbesatzung alarmierte zwischendurch die Polizei, weil sie von Betrunkenen bedroht worden war - die Situation klärte sich schließlich aber von selbst. Zudem wurde ein "medizinischer Notfall" verzeichnet.
Laut Biermann wurden die Einsätze zwischen 13.45 und 22 Uhr gefahren; anschließend waren "keine Leute mehr" in der Geithe.
Unterm Strich war es zumindest aus Sicht der Polizei ein "relativ ruhiger" Tag, wie Biermann bilanzierte. Einige Anwohner allerdings - schränkte er ein - "werden sich sicherlich nicht immer wohl gefühlt haben".
Meinungen unserer Leser:
Auf unserer Facebook-Seite wird bereits scharfe Kritik von Anwohnern geübt. So schreibt Claudia B.: "Bis auf einige Ausnahmen haben viele ihren Müll überall hinterlassen, bei uns vor dem Haus auf der Wiese wurde nicht nur Blase, sondern auch Darm entleert - das ist widerlich! Der Eingangsbereich von Brauhof Wilshaus glich gestern spät einem Schlachtfeld, alles ist mal wieder zugemüllt worden!!! Leute, das muss nicht sein!"
Andrea S. bestätigt diese Kritik: "Ich war gestern kurz mit dem Auto unterwegs und mir kamen etliche Sturzbetrunkene Jugendliche, die garantiert noch keine 18 Jahre alt waren, entgegen. Überall lagen kaputte Glasflaschen auf der Straße. Die merken gar nicht wie peinlich sie sind..."
Leser Jörg S. ergänzt als Betroffener in Rhynern: "Die Scherben sind eine Gefahr für alle Tiere oder Kleinkinder. Zwar sind einige hinter den Gruppen hergelaufen und haben die Pfandflaschen eingesammelt, aber einiges an Müll liegt noch rum."
Sandra S. meint: "Eindeutig fehlt bei Schulte-Geithe der Toilettenwagen!" Dem widerspricht wiederum Christian P.: "Und wer soll das bezahlen? Schulte-Geithe ist da der falsche Ansprechpartner, da er ja kein Event ausruft, sondern die Kids sich dort hin bewegen. Gleiches gilt für Wilshaus.Da sich in den kommenden Jahren der Zuwachs eher vermehren wird, ist die Stadt gefordert sich der neuen Situation zu stellen und Maßnahmen einzuleiten. Ggf. lässt sich ei solches Event auch kommerzialisieren, aber einfach die Kosten auf einen abzuwälzen bzw. auf den Ortsteil ist zu kurz gedacht. Hier sollten sich alle beteiligten zusammensetzen und einen Plan für 2015 erarbeiten." - han
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