Diskussion um Szenetreff

Linke-Klartext zum Nordringpark: Charaktertest für Gesellschaft

Der Szenetreff im Nordringpark.
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Der Szenetreff im Nordringpark (Blickrichtung Westen, links ist der Pavillon zu sehen).

Die Diskussion um den Szenetreff im Nordringpark in Hamm spitzt sich weiter zu. So sprechen sich nun auch die Linken für den Verbleib aus; anderslautende Forderungen kritisieren sie.

Hamm – „Die Neugestaltung des Nordringparks darf kein Anlass sein, um Menschen von dort vertreiben. Einseitig auf ordnungspolitische Maßnahmen zu setzen, ist ein Irrweg, der auch keine Zustimmung in den städtischen Gremien fand”, kommentiert Roland Koslowski, Bezirksvertreter der Linken in der Bezirksvertretung (BV) Mitte, die jüngste Stellungnahme von Bezirksbürgermeisterin Stefanie Baranski zum Standort des Szenetreffs für Drogenabhängige.

Seit Jahren habe seine Partei auf die Notwendigkeit von aufsuchender Sozialarbeit hingewiesen, so Koslowski. Mit der Fortschreibung des Wohnungsnotfallhilfekonzepts gebe es erstmals Ansätze dafür. Das brauche Zeit und politische Rückendeckung. Das Wohnungsnotfallhilfekonzept sehe eine Begleitung durch aufsuchende, soziale Arbeit für den Szenetreff vor. Einer Verlagerung über die Köpfe derjenigen hinweg, die sich dort seit Jahren treffen, sei eine klare Absage erteilt worden.

Im neugestalteten Nordringpark werde sich der Charakter dieser Stadtgesellschaft zeigen, glaubt Koslowski: „Dominieren die Solidarität und die gegenseitige Rücksicht, oder dominiert der kaltherzige Egoismus?” Er fordert mehr Prävention, kontinuierliche Beratung und dauerhafte sozialpolitische Angebote. Der Bezirksbürgermeisterin wirft er Empathielosigkeit vor.

Das Thema Wohnungslose treibt auch die Grünen um. Sie befürchten, dass weitere Schritte hinter verschlossenen Türen diskutiert und entschieden werden könnten.

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