Sechs Millionen Euro werden investiert

Leben, lernen, chillen in der City: Hier entstehen neue Studentenwohnungen

So könnte der Dachgarten, neudeutsch „Rooftop“, über den Wohnungen an der Neuen Bahnhofstraße aussehen.
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Über den Dächern: So könnte der Dachgarten, neudeutsch „Rooftop“, über den Wohnungen an der Neuen Bahnhofstraße aussehen.

Mit dem Brenschede-Komplex (Kleist-Residenz) an der Bahnhofstraße und Neuen Bahnhofstraße schließt sich aktuell in Hamm eine Lücke im Innenstadtbild. Die nächste Lücke nur wenige Meter entfernt soll 2022 angegangen werden.

Hamm – Im Dreieck begrenzt durch Friedrichstraße, Neue Bahnhofstraße und Gesundheitsamt entstehen in markanter Bauweise 52 Studentenappartements. Rund 6 Millionen Euro nimmt ein privater Investor dafür in die Hand. Den Löwenanteil des Grundstücks hatte sich die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) frühzeitung zum Zwecke der Stadtentwicklung gesichert, lediglich ein kleiner Baustein fehlte noch.

Nachdem die Verhandlungen inzwischen zum Abschluss gekommen sind und die SEG das Grundstück wieder veräußert hat, haben nun Investor Patrick Eckardt mit seiner BKV Baubetreuung und Architekt Viktor Nachtigall übernommen. Momentan liegt der Bauantrag noch zur Genehmigung im Technischen Rathaus. Eckhard ist aber zuversichtlich, nach allen Vorbereitungen im zweiten Quartal 2022 mit dem Bau beginnen zu können.

Auf vier Geschosse verteilen sich die 52 möblierten Appartements. Weil Doppel-Appartements dabei sind, haben hier 59 Personen Platz. Alle – bis auf eine Handvoll, deren Zuschnitt das von der Größe nicht erlaubt – sind öffentlich gefördert. Die Kaltmiete wird laut Eckardt bei rund 200 Euro liegen. Über den Wohnungen wird es einen Dachgarten mit Pavillon, Ruhe- und Aufenthaltsbereichen geben.

Im Moment nur ein Parkplatz: Die Fläche neben dem Gesundheitsamt (unten Mitte) zur Neuen Bahnhofstraße hin (diagonal durchs Bild) wird mit Studentenwohnungen bebaut. Mittig links ist der neue Brenschede-Komplex zu erkennen.

Ökologischer Ansatz in allen möglichen Bereichen

Zum „green building“ („grünes Gebäude“) soll der neue Komplex nicht nur werden, weil es hier dauerhaft wächst und rankt, sondern auch weil dem ökologischen Gedanken in unterschiedlicher Weise Rechnung getragen wird. So soll beispielsweise eine Photovoltaikanlage einen Teil des Stromverbrauchs im Haus decken. Geheizt wird mit Fernwärme. Die Leitungen liegen laut Eckardt schon vor der Tür.

Baulich markant wird die „runde Ecke“ sein, die das Gebäude im Einmündungsbereich zur Friedrichstraße kennzeichnet und den Straßenverlauf mit der gerundeten Abbiegerspur zur Neuen Bahnhofstraße aufnimmt. Nach und nach erhält die Neue Bahnhofstraße durch die Lückenschlüsse nun ein neues Gesicht.

Mit dem Komplex bekommt die Innenstadt ein jüngeres Segment Wohnen hinzu. „Ich habe große Lust, etwas für Studenten zu bauen“, sagt Patrick Eckardt. Momentan errichtet der BKV-Geschäftsführer das Mehrgenerationenhaus „Vicanus II“ am Amalie-Sieveking-Haus im Hammer Osten, ebenfalls mit Planconcept Nachtigall. An der Kamener Straße hat Eckardt eine Kita gebaut. Studenten haben bei ihm nun Premiere. „Ich habe wegen der Anbindung bewusst diese Lage gesucht“, sagt er. „Weiter außerhalb hätte ich für diesen Zweck nicht gebaut.“ Die Vermarktung soll beginnen, wenn der Rohbau steht.

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