Schäden an der Fassade und am Dach

Kurhaus muss saniert werden: Schäden schlimmer als gedacht

Dunkle Wolken über dem Hammer Kurhaus: Das Gebäude an der Ostenallee muss kurzfristig saniert werden.
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Dunkle Wolken über dem Hammer Kurhaus: Das Gebäude an der Ostenallee muss kurzfristig saniert werden.

Am Kurhaus müssen Fassade und Dach dringend saniert werden. Die Schadensmeldung ist ein böse Überraschung für die Stadt. Die muss jetzt sehen, wo sie das Geld für die Instandsetzung hernimmt.

Hamm – Die Stadt muss im Schnelldurchgang 1,5 Millionen Euro aufbringen, um Schäden am Kurhaus zu beseitigen. Dort müssen die Fassade und das Dach des Altbaus dringend saniert werden. Geld ist dafür eigentlich nicht da, die Sanierung ist nach Verwaltungsangaben jedoch unerlässlich, um das Kurhaus dauerhaft weiter nutzen zu können. Andere Bauvorhaben könnten sich deshalb verzögern.

Risse waren im Winter entdeckt worden

Bereits seit Februar ist ein Teil der historischen Westfassade des Kurhauses eingerüstet. Im Winter waren feine Rissen in der Fassade festgestellt worden. Durch eingedrungenes Wasser hatten sich bereits Putz- und Mörtelstücke gelöst. Bei der genauen Untersuchung kamen dann Schäden zutage, die deutlich über das erwartete Maß hinausgingen. Die Verkehrssicherheit sei akut gefährdet, heißt es in einer Beschlussvorlage für die Ratssitzung am 21. Juni.

Die Fassade ist offenbar vor 20 Jahren zuletzt saniert worden, beim Dach sind es wohl mehr als 30 Jahre. Die Fenster sind technisch veraltet und außerdem nicht denkmalgerecht; das Dach wurde nie vollständig erneuert und auch nicht gedämmt. Arbeiten seien dort teilweise nicht fachgerecht ausgeführt worden, schreibt die Verwaltung dazu.

Lose Bauteile müssen entfernt werden

Die Instandsetzungsliste ist jedenfalls lang: Der Bestand muss untersucht und die Schäden kartiert werden. An der Fassade müssen Beschichtungen, lose Bauteile und schadhafte Elemente entfernt werden – beispielsweise Fensterstürze, Tragwerke für Erker und das Mauerwerk von Ziergiebeln. Dazu kommen neue Fenster – diesmal aus Holz – und ein Anstrich.

Außerdem muss das Dach des Altbaus neu gedeckt werden. Dabei will man auch die Dachentwässerung verbessern. Auf der Liste stehen auch noch ein neues Farbkonzept für die Fassade und eine neue Fassadenbeleuchtung. Die Planungen sollen in diesem Jahr anlaufen, saniert würde dann im kommenden Jahr. Das Kurhaus soll dabei als Veranstaltungsort weiter nutzbar sein.

Kosten und Bauzeit unter Vorbehalt

Alles in allem wird die Sanierung 1,5 Millionen Euro kosten – nach derzeitigem Stand. Bei der aktuellen Entwicklung von Baukosten seien das lediglich „orientierende Angaben“, heißt es in der Vorlage. Auch für den Zeitrahmen gelten solche Vorbehalte.

Geld für die Sanierung ist im Haushalt 2022/23 eigentlich nicht vorhanden; dafür kommt die Erkenntnis über den schlechten Bauzustand des Altbaus zu plötzlich. Wegen der großen Schäden und der Gefahr habe die Sanierung aber Priorität, sagte Stadtsprecher Tom Herberg. Deshalb würden Gelder im Haushalt umgeschichtet.

Alle städtischen Bauvorhaben könnten sich verzögern

Das könne bedeuten, dass andere Bauprojekt sich verzögern, sagte Herberg. Welche Projekte betroffen wären, ließe sich nicht sagen. Grundsätzlich solle aber alles, was beschlossen sei, auch umgesetzt werden. Generell, so geht es aus der Verwaltungsvorlage hervor, rechnet die Stadt damit, dass sich der Zeitrahmen für viele Investitionen nicht halten lässt.

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