Entsetzen bei der Flüchtlingshilfe

Syrien-Offensive der Türkei erregt auch in Hamm die Gemüter

Militärischer Konflikt in Nordsyrien
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Tell Abiad: Soldaten der türkisch unterstützten syrischen Nationalarmee gestikulieren nach Zusammenstößen mit kurdischen Kämpfern.

Hamm – Mit Entsetzen schaut die Flüchtlingshilfe Hamm auf die Militäroffensive der Türkei im Norden Syriens.

„Wir kritisieren dieses völkerrechtswidrige Vorgehen aufs Schärfste. Hier werden Unschuldige in Mitleidenschaft gezogen, während die eigentlichen Übeltäter auch noch profitieren“, erklärt Anas Hasan, Vorstandsmitglied der Flüchtlingshilfe und selbst syrischer Kurde. Wen er meint? „Die Kurden in Syrien haben eine sehr wichtige Rolle bei der Bekämpfung des IS eingenommen, jetzt dürfen sie von den USA und der EU nicht einfach im Stich gelassen werden, erst recht nicht in Folge eines Erpressungsversuchs seitens Erdogan, der damit droht, die Grenzen zur EU zu öffnen.“

Die Flüchtlingshilfe bittet um Spenden: Jeder Cent helfe, Vertriebene zu versorgen und unterzubringen.

Der Kreisverband der Linkspartei hat sich mit den syrischen Kurden solidarisiert. „Wir fordern die türkische Regierung auf, den Genozid an der kurdischen Bevölkerung sofort zu beenden. Wir fordern einen umgehenden Stopp deutscher Waffenlieferungen an die Türkei sowie einen Stopp des Einsatzes von Aufklärungsdrohnen“, heißt es in einer Mitteilung.

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