Alle Infos zur Kooperation hier

EVK und Marienhospital: Was ist neu? Was wird anders?

Operation am offenen Herzen zweier Hammer Krankenhäuser.
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Operation am offenen Herzen zweier Hammer Krankenhäuser.

HAMM - Das Marienhospital und das Evangelische Krankenhaus (EVK) werden bis tiefgreifend umstrukturiert, um politische Vorgaben zu erfüllen. Personal soll nicht abgebaut werden. Lesen Sie hier alle Infos aus der Pressekonferenz vom Dienstag.

Von Markus Hanneken

Um die Vorgaben des aktuellen Landeskrankenhausplans zu erfüllen, wollen die katholische und die evangelische Kirche als Träger der beiden Traditionshäuser mehrere Abteilungen „tauschen“ beziehungsweise zur Verschlankung und fachlichen Konzentration zusammenbringen. Denn neben etlichen Alleinstellungsmerkmalen gibt es in den Häusern auch eine Reihe fast deckungsgleicher Versorgungsangebote. Das Personal soll dadurch nicht ursächlich benachteiligt werden, die Patienten sollen gewinnen. Der Barbaraklinik sollen keine Nachteile entstehen. Am Dienstag wurde zudem bekannt, welche Abteilungen erhalten oder gemeinsam neu strukturiert werden. Alles Infos zu diesen Themen finden Sie unten in unserer Ticker-Leiste.

Es ist das erste Mal, dass die bislang konkurrierenden Hammer Häuser eng kooperieren.

Hier der Stand vom Dienstag in Ticker-Form:

16.10 Uhr: Nächste Schritte:

Für die zusammenzuführenden Abteilungen soll es intern "umfangreiche Moderationsprozesse" geben, um mit den Mitarbeitern gemeinsam die Organisationsentwicklung und die Ablauforganisation vorzubereiten. In der Zwischenzeit würden Informationsmaterialien

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aufgelegt, die sich "an die verschiedenen Zielgruppen innerhalb der Stadt Hamm und der Region richten". Auch für niedergelassene Ärzte und interessierte Bürger seien Informationsveranstaltungen geplant. Viele weitergehende Infos bietet bereits die Internetseite des neuen Gesundheitsverbunds.

16 Uhr: Infos zum Zeitplan:

Die Umsetzung des ehrgeizigen Vorhabens soll bereits Anfang November 2015 beginnen. Da beide Häuser gleichartige Fachabteilungen vorhielten und damit die notwendige Infrastruktur, halte sich der Anpassungsbedarf aus finanzieller und baulicher Sicht "in Grenzen" und könne innerhalb eines halben Jahres realisiert werden, heißt es. Ziel seien die Umzüge der betroffenen Abteilungen ab Ende Oktober 2015.

15.55 Uhr: Situation der Mitarbeiter:

Die neue Fachabteilungsstruktur beider Krankenhäuser löst auch gewachsene Personalstrukturen vollständig auf. Die Träger wollen

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allen bisher tätigen Mitarbeitern aber auch in Zukunft "einen gleichwertigen Arbeitsplatz anbieten". Mit einem so genannten "Teilbetriebsübergang" werde allen Mitarbeitern bisherige Rechte und Pflichten zugesichert. Insgesamt seien rund 130 Mitarbeiter in die Neustrukturierung unmittelbar eingebunden.

15.48 Uhr: Am Dienstagnachmittag hat der neue Gesundheitsverbund eine umfangreiche Homepage für alle Interessierten und Patienten freigeschaltet. Zu finden ist sie hier unter www.gesundheitsverbund-hamm.de/.

15.45 Uhr: Mit Blick auf die Heessener Barbaraklinik wird betont, dass durch die Kooperation von EVK und Marienhospital bestehende Versorgungsstrukturen nicht beeinträchtigt werden sollen. Im Gegenteil werde das EVK insbesondere in den Bereichen, bei denen bisher Marienhospital und Barbaraklinik kooperiert haben (etwa im Brustzentrum und im Onkologischen Zentrum) anbieten, "vollumfänglich in bestehende Kooperationsbeziehungen" einzutreten. Gleiches gelte für das Marienhospital mit Blick auf bestehende Kooperationen des EVK in den Bereichen der Kardiologie und der Orthopädie.

15.38 Uhr: Die individuelle Identität der beiden christlichen Krankenhausträger und deren Zugehörigkeit zu den Krankenhausverbünden Valeo-Kliniken GmbH und der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH bleibe trotz künftig starker

EVK

Vernetzung des Häuser miteinander vollständig gewahrt, heißt es. Es finde keine gesellschaftsrechtliche Verbindung statt. Die Unternehmen sollen vollständig autonom bleiben.

15.30 Uhr: Folgende Fachrichtungen werden künftig an den jeweiligen Häusern konzentriert (die komplette Liste):

EVK:

- Hämatologie/Onkologie,

- Allgemein- und Viszeralchirurgie,

- Gastroenterologie,

- Strahlentherapie.

 (Die Abteilungen Pädiatrie, Kinderchirurgie, Neonatologie, Geburtshilfe und Gynäkologie bleiben unverändert.)

Marienhospital:

- Kardiologie,

- Angiologie,

- Gefäßchirurgie,

- Orthopädie/Unfallchirurgie.

(Die Abteilungen Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie bleiben unverändert.)

Für eine weiterhin notwendige "Basisdiagnostik" soll an beiden Häusern darüber hinaus jeweils eine Abteilung für Allgemeine Innere Medizin verbleiben.

15.20 Uhr: Die Zusammenarbeit gleichartiger medizinischer Spezialisten in einer Abteilung soll ermöglichen, weitergehende und

Marienhospital

fachlich besonders hochwertige Abteilungen anbieten zu können (Stichwort Bündelung von Fachwissen). Wirtschaftlich ergebe sich der Vorteil, die eingeschränkten Investitionsmittel "zielgerichtet und konzentriert für bestimmte Schwerpunkte" einzusetzen und "nicht im Gießkannenprinzip" an eine hohe Anzahl von Abteilungen geben zu müssen.

15.10 Uhr: In medizinischer und wirtschaftlicher Hinsicht soll es zu einer "bedeutenden Bündelung" der Leistungsangebote beider Häuser kommen, heißt es. Alfred Grote, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des EVK, und Prof. Dr. Martin Rehborn, unter anderem Verwaltungsratsvorsitzender des Marienhospitals, sind sich einig: "Die Neustrukturierung soll vor allen Dingen den Patienten zugute kommen." Mit der Maßnahme solle auch der chronischen Unterfinanzierung der Krankenhäuser durch die Kostenträger und Fördermittelbehörden begegnet werden. Wichtig: Die Pläne stehen noch unter Vorbehalt, weil sie derzeit noch kartellrechtlich geprüft werden.

15 Uhr: Unter de Namen "Gesundheitsverbund Hamm" sollen die Häuser medizinische Schwerpunkte bilden.

Schwerpunkte des EVK werden sein (Übersicht): Versorgung von Patienten mit Krebserkrankungen, Erkrankungen des

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Infos zum Krankenhausplan für NRW vom Juli 2013

Verdauungstraktes, Behandlung von Frauen und Kindern im Status eines Perinatalzentrums, Mund-/Kiefer-/Gesichtschirurgie und HNO-Erkrankungen.

Schwerpunkte des Marienhospitals werden sein (Übersicht): Herz-/Kreislauf-/Gefäßerkrankungen, Erkrankungen am Bewegungsapparat und Unfallverletzungen, Erkrankungen alter Menschen, neurologische und psychische Erkrankungen, nuklearmedizinische und HNO-Erkrankungen.

14.50 Uhr: Der Krankenhausplan für 2015 gibt vor, die Qualität der Patientenversorgung zu

Die Akteure des "Gesundheitsverbundes Hamm" (von links): Wilhelm Mohs, Dr. Mark Lönnies,  Petra Frankenberg, Prof. Dr. Martin Rehborn,  Alfred Grote, Prof. Dr. Christian Peiper, Stephan Cebulla, Michael Wermker, Gabriele Kösters, Dr. Sebastian Roth, Matthias Kaufmann, St. Marien-Hospital Hamm, Klaus Bathen. Hier klicken zum Vergrößern.

verbessern, die Leistungsangebote in den Versorgungsgebieten neu zu ordnen und damit auch die Bettenkapazitäten der Häuser anzupassen. Vor diesem Hintergrund haben sich in Hamm das EVK und das Marienhospital zu einer weitreichenden Kooperation entschlossen. Leistungsangebote werden an einem Standort zusammengeführt, um eine "deutliche Qualitätssteigerung" in der stationären Krankenhausversorgung der Stadt und der Region zu erreichen.

14.35 Uhr: Die Vielzahl der versammelten Verantwortlichen erstaunt und lässt zugleich die Relevanz der anstehenden Informationen erahnen.

Anwesend sind unter anderem Alfred Grote (Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des EVK), Prof. Dr. Martin Rehborn (Vorsitzender des Verwaltungsrats der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund und des St. Marien-Hospitals), Michael Wermker (Vorsitzender der Geschäftsführung des EVK), Dr. Mark Lönnies (Geschäftsführer des EVK), Klaus Bathen (Hauptgeschäftsführer der Katholischen St. Johannes-Gesellschaft Dortmund, St. Marien-Hospital), Matthias Kaufmann (Geschäftsführer der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund, St. Marien-Hospital), Prof. Dr. Christian Peiper (Ärztlicher Direktor des EVK), Dr. Sebastian Roth (stellvertretender Ärztlicher Direktor, Marien-Hospital), Petra Frankenberg (Pflegedienstleitung EVK) und Gabriele Kösters (Pflegedirektorin St. Marien-Hospital).

14.30 Uhr: Der Raum für die Pressekonferenz füllt sich, Vertreter der örtlichen Medien sowie Verantwortliche beleben den Raum.

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