Zweifelhafte Vorgänge
Konsequenzen vom Land? Fragen zu „Phantom im Rathaus“ noch unbeantwortet
Die spannende Frage, wie das Land NRW als Fördergeber auf das „Phantom im Rathaus“ reagiert, kann noch nicht wirklich beantwortet werden.
Hamm - Der WA hat am Dienstag einen umfassenden Fragenkatalog an das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) und den Landesrechnungshof gesandt. Im Kern geht es darum, ob das MKFFI als Fördergeber wusste, dass im Projekt Südosteuropa eine Vollzeitkraft beschäftigt ist, ihren Dienstsitz in Hamm hat, tatsächlich aber in Bulgarien lebt und mit dem Flugzeug zu Arbeitsbesuchen anreist und in Hotels unterkommt. Ferner wurden dieser Verwaltungskraft offensichtliche Scheinadressen beschafft.
Hammer Projekt beim Landesrechnungshof noch nicht geprüft
Ob und welche Konsequenzen auf Landesebene gezogen werden, wollte der WA wissen. Das MKFFI arbeitete am Donnerstag noch an einer Antwort, der Landesrechnungshof antwortete, dass er in der Vergangenheit keinen Prüfauftrag fürs Hammer Projekt hatte. Ob sich das nun ändert, sei nicht entschieden.
Die WA-Berichterstattung über die zweifelhaften Vorgänge hatte unterdessen am Dienstag prompt die Polizei auf den Plan gerufen.