Anhaltende Kritik an Aus für Musikfestival
Junge Union verurteilt Aus für Hammer Summer: „provinziell“
Die Junge Union in Hamm kritisiert, dass es künftig keinen „Hammer Summer“ mehr geben soll. Das sei nicht nur ein Verlust für die jungen Menschen, sondern es drohe insgesamt der Rückfall in die Provinzialität.
Hamm – „Der Hammer Summer war bislang die einzige Veranstaltung in Hamm, die sich gezielt auch an jüngere Leute gerichtet hat und durch bekannte Künstler eine gewisse Strahlkraft in die Region hatte“, erklärte Fredrik Müller, Kreisvorsitzender der Jungen Union und CDU-Kandidat für die Landtagswahl im Mai. Zu dem Festival auf dem Markt waren in der Vergangenheit unter anderem Lena, die Lochis und die Band Revolverheld gekommen.
Auch die CDU hatte bereits kritisiert, dass der Hammer Summer nicht fortgesetzt werden soll. Das Festival war wegen der Pandemie zweimal in Folge ausgefallen, die Stadtwerke erklärten zum Jahresende, dass es auch in Zukunft nicht mehr stattfinden solle.
Als Nachfolger gilt das Kulturfestival „H4“. Es hatte im September erstmals stattgefunden. Dabei waren über ein Wochenende mehrere Bühnen in der Stadt aufgebaut, auf denen unterschiedliche Musiker spielten. Auch Künstler zeigten ihre Werke. Vor allem Künstler aus Hamm traten dabei auf.
Hammer Summer 2013 - Bakkushan, The Pusher und Revolverheld




Müller von der Jungen Union erklärt, das „H4“ sei zwar ein Gewinn für die Stadt. Allerdings könne es nicht die Lücke schließen, die der Hammer Summer hinterlässt. „Ich finde den Ansatz des h4-Festivals grundsätzlich sehr positiv, da Musiker aus Hamm gefördert werden. Gleichzeitig gibt es vonseiten der Jungen Union die Sorge, dass Hamm in eine gewisse Provinzialität zurückfällt“, erklärt Müller. Er fordert, alternative Veranstaltungen für junge Menschen zu entwickeln, auch mit Blick auf den Hochschulstandort Hamm. - WA