Julez aus Hamm bei "Die Bachelorette": „Ach du Scheiße, oh Gott.“
Marbella/Hamm - Wie stellt sich Mann seine Traumfrau vor? „Optisch wie ein Model, Charakter von einer Dicken.“ Zu erfahren war das in der am Mittwoch gestarteten „Bachelorette“-Staffel auf RTL. Zur Primetime buhlte auch Julez alias Julian Sawatzki aus Hamm um die Gunst von Jessica Paszka. Darf er auf die ganz große Liebe hoffen?
Der 26-jährige Julez wohnt in Hamm bei seinen Eltern, er hat schütteres Haar und scheint um Fitnessstudios einen weiten Bogen zu machen. Ein Traummann? Ja! Denn:Er hat mehr als 40 000 Abonnenten auf Instagram. Was noch besser ist: Er ist verfügbar, auf dem Markt, Single. Das Objekt seiner Begierde: Bachelorette Jessica Paszka. Am Mittwoch lief die erste Folge der neuen RTL-Staffel, in der sich Julez und 19 weitere Männer vorstellen.
Am Pool der Männer-Villa in Marbella: Die Männer machen Liegestütze, pumpen, frisieren und betrinken sich. Nur Julez, der achtet nicht auf definierte Muskeln. Im Fokus seiner Vorbereitungen steht sein Kopf. Von einem seiner Mitbewerber lässt er sich die Haare auf wenige Millimeter rasieren. Schade, hatte er sich seine Flusen vorher so schön keck über die Murmel gelegt.
Für wen betreibt Julez den Aufwand? Jessica Paszka ist ein D-Promi wie aus dem Lehrbuch: In Staffel vier des „Bachelors“ war sie selbst Kandidatin, dort zickte sie nach drei Minuten so rum, als wäre sie mit dem Bachelor seit 40 Jahren unglücklich verheiratet. Wikipedia verrät: 2016 spielte sie in einer Folge „mieten, kaufen, wohnen“ auf Vox mit, wenig später wurde sie vom Pro7-Magazin „taff“ bei ihren Schönheitsoperationen begleitet.
Während Julez im kernig-männlichen Geländewagen vorgefahren wird, ist sein erster Satz im deutschen Fernsehen: „Ach du Scheiße, oh Gott.“ Er habe „Gänsehaut am ganzen Körper“. Der Zuschauer wird mit einem Übermaß an Details versorgt und Julez steigt aus dem Wagen: im schwarzen Anzug, weißem Hemd und Fliege. Julez stellt sich Jessica mit dem besten Anmachspruch aller Zeiten vor: „Hello. Wow, bist du hübsch.“ Es folgt eine nicht bedeutungsschwangere Plauderei über Sternzeichen – und das war´s. In dieser Nacht der Rosen hockt Julez am Feuer, statt das zu tun, was wahre Testosteron-Götter tun: baggern, baggern, baggern. Die Konsequenz: 16 Männern gibt Jessica je eine Rose. Und Julez? Der kriegt keine. „Im Nachhinein würde ich manche Dinge anders machen, ich nehm´ das natürlich so hin. Alles gut“, bilanziert er.
Alle, die „Die Bachelorette“ auch ohne Julez sehen möchten, setzen sich in den kommenden sieben Wochen mittwochs vor den Fernseher. Oder sie pulen sich die Flusen aus dem Bauchnabel. Das ist genauso spannend.
Julez ist übrigens nicht der Erste aus der Region, der die ganz große Liebe im Fernsehen sucht. Im Februar 2017 drehte sich bei "Der Bachelor" alles um Sebastian Pannek aus Bönen; Annamaria aus Bönen wollte im Jahr 2015 den „Bachelor“ erobern.
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