Vermietung in Vorbereitung

Innovationszentrum Hamm eröffnet im Herbst

Soll ein „Innovationsbiotop“ werden: das Innovationszentrum Hamm, auf dem Bild unten rechts mit rundem Vorbau.
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Soll ein „Innovationsbiotop“ werden: das Innovationszentrum Hamm, auf dem Bild unten rechts mit rundem Vorbau.

Es soll so etwas werden wie ein Inkubator für gute Ideen: das Innovationszentrum Hamm. Auf rund 3500 Quadratmeter Fläche entsteht Raum für etwa 100 Arbeitsplätze.

Hamm – Besetzt werden können diese vom Start-up-Betrieb bis zum etablierten Unternehmen, die hier forschen, experimentieren und netzwerken wollen. Letzteres ist ausdrücklich erwünscht, denn die entstehenden Kontakte sollen sich in der Region auswirken und für die Unternehmen zu einem Mehrwert führen.

Momentan läuft die Bauabnahme in dem Komplex auf dem Gelände der ehemaligen Paracelsus-Kaserne an der Marker Allee. Pascal Ledune, gleichzeitig Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Hamm (WFH) und der neuen Innovationszentrum Hamm GmbH als Bauherrin, und Andreas Möllenhoff, Leiter Innovation bei der WFH, rechnen mit einer Übernahme der Immobilie Ende Juni und der Eröffnung im Herbst. In der Zeit dazwischen soll das Gebäude eingerichtet werden.

„Nur eigenen Laptop mitbringen“

Ausgestattet sein wird es mit Büroflächen, Coworking-Spaces, Laboren, einem Technikum, Konferenzräumen und einer „Innovationslounge“. „Im Prinzip muss man beim Einzug nur seinen Laptop mitbringen und kann loslegen“, sagt Möllenhoff.

Wer die Büros und Labore nach und nach belegen wird, ist zurzeit noch offen. Mietverträge seien noch nicht unterzeichnet, sagt WFH-Chef Pascal Ledune. Die Preiskalkulation sei in Arbeit. Es gebe aber schone reges Interesse aus der Region.

Kleinteilige Vermietung an regionale Unternehmen

Grundlage für die Auswahl sei eine sogenannte „Positivliste“. Unternehmen müssen demnach aus der Privatwirtschaft kommen und sollen laut Ledune „zueinander passen“. Angesprochen sind kleine und mittlere Unternehmen aus der Region (Umkreis von 50 Kilometern) mit überregionalem Absatz. Die Einheiten sollen kleinteilig und nicht nur an wenige Betriebe vermietet werden.

„Der Austausch ist ein wesentlicher Faktor hier“, erläutert Andreas Möllenhoff. „Das ist viel mehr, als nur Flächen zur Verfügung zu stellen.“ Nicht nur räumlich sollen die Grenzen zwischen den Mietern verschwimmen. Ledune spricht in dem Zusammenhang auch von einer „Innovations-WG“, einem „Innovations-Biotop“ und einem „gemeinschaftlichem Spirit“.

Seniorenwohnung zum Ausprobieren

Am Ende soll hier Neues für die Unternehmen und die Branchen entwickelt werden. So lassen sich im „Living Lab“ beispielsweise ein Krankenzimmer der Zukunft oder eine Seniorenwohnung mit all ihren Erfordernissen für Forschungs- und Erprobungszwecke einrichten. Im Technikum, ausgestattet mit Industrieboden, kann mit einer Kranbahn mit fünf Tonnen Tragkraft an größeren Projekten gearbeitet werden. Zudem diene das Innovationszentrum als Ort für Kongresse und Veranstaltungen.

Ledune und Möllenhoff sehen große Chancen für den Standort in der Region als Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Lehre. Die Region Ruhr verfüge über 22 Hochschulen. Viele Technologiezentren seien aber überlaufen. Insbesondere in die bessere Anbindung der Hochschulen an die Unternehmen und Handwerksbetriebe setzen beide große Hoffnung.

Daten und Zahlen

Im Gebäude entstehen rund 100 Arbeitsplätze, 35 Büros und 30 Coworking-Plätze. Vermietet wird in der Regel auf fünf Jahre plus drei weitere Jahre als Option. Die Baukosten betragen rund 10,5 Mio. Euro (plus Einrichtung). Die Förderung für das Gebäude liegt bei rund 8,7 Mio. Euro.

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