„Familienfreundliche Stadt“

In der Stadt Hamm sollen 14 weitere Kitas gebaut werden

Kita
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Das Ziel der „familienfreundlichsten Stadt“ soll über ein Fünf-Jahresprogramm erreicht werden.

Die Stadt Hamm will in den kommenden Jahren 14 neue Kindergärten und neun Großtagespflegen einrichten, um den Betreuungsbedarf zu decken.

Hamm - Bis 2027 soll die Zahl der Plätze von aktuell 7300 auf 8000 steigen, im U3-Bereich soll die Versorgungsquote von 43 auf 51 Prozent steigen. Oberbürgermeister Marc Herter sieht darin einen wichtigen Schritt zur familienfreundlichen Stadt.

Herter stellte jetzt ein Fünf-Jahres-Progamm zur frühkindlichen Bildung vor. Der Ausbau von Kitas und Tagespflegen sei nicht nur dem wachsenden Bedarf geschuldet, sondern solle auch die derzeitigen Überbelegungen beseitigen. Aktuell gibt es in Hamm 550 Plätze, die über die eigentliche Kapazität der Kitas hinausgehen.

Jahrelang habe man eher für die nächsten ein bis zwei Jahre geplant, sagte Achim Helbert, der im Jugendamt den Bereich der frühkindlichen Bildung leitet. Das nun vorliegende Konzept sei erstmals auf fünf Jahre angelegt und gebe die Möglichkeit, strukturierter als bisher vorzugehen. Man wolle sich alle Kitas anschauen, Umstrukturierungen und Erweiterungen prüfen.

Zu den aktuell 108 Hammer Kitas sollen 14 hinzukommen. Sie werden vornehmlich dort entstehen, wo bisher die größten Überhänge bestehen. Das betrifft vor allem die Stadtbezirke Mitte, Bockum-Hövel und Heessen.

Personalbedarf schwierig zu überschlagen

Wieviel Personal für den Kita-Ausbau notwendig ist, mochte Bildungsdezernentin Dr. Britta Obszerninks nicht überschlagen. Der Bedarf sei jetzt schon groß. Hoffnungen setzt sie in eine noch intensivere Zusammenarbeit mit den Schulen. Ein Innovationsfonds für pädagogische Arbeit soll zudem helfen, die Arbeit in den Kitas weiterzuentwickeln. Herter nannte als Beispiel eine Digitalisierung der Dokumentation, um mehr Zeit für die Arbeit mit den Kindern zu bekommen. Flexibler sollen auf jeden Fall die Öffnungszeiten werden. Wo man welchen Schwerpunkt legen will, solle nun ermittelt werden, so die Dezernentin.

Kitas und Tagespflege

In Hamm gibt es derzeit 108 Kindertagesstätten und 120 Tageseltern. Die Versorgungsquote liegt für Unterdreijährige bei 43 Prozent und über Dreijährige bei 100 Prozent. Insgesamt stehen 7300 Betreuungsplätze in Kitas und bei Tageseltern zur Verfügung. In den vergangenen Jahren sind bereits 30 Kitas neu entstanden.

Aufgewertet werden soll auch die Tagespflege. Neue zusätzliche Großtagespflegen mit je neun Plätzen stehen auf dem Programm, für jeden Sozialraum eine. Auch an der Vergütung will die Stadt drehen. Fünf Euro pro Kind und Stunde gebe es aktuell für Tageseltern, so Helbert. Künftig sollen es 6,50 Euro werden.

Die Kosten ließ Herter im Ungefähren. Es handele sich um ein Millionen-Programm, so der Oberbürgermeister. Allein 2023 werde man die 100-Millionen-Euro-Marke für den Kita-Betrieb überschreiten. Doch gute Bildung koste eben Geld.

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